| Rüstige 75 Jahre hat sie bereits auf den Doppeltragflächen und der asthmatische Gipsy III Motor mit seinen 120 Horsepower trägt so schwer daran, dass man denkt, man hätte Pferdeleberkäse unter der Cowling.
Es ist ein launiger Anachronismus, dass man die Tiger Moth sowohl in echt als auch am Flugsimulator heute noch fliegen kann. Dank Aeroplane Heaven, Just Flight und der technischen Assistenz durch den de Havilland Moth Club soll da kaum ein Unterschied sein. Beim ersten Anblick der Biplane fragt man sich, was da schon großartig an Technik verborgen sein kann. Mit „Verborgen“ liegt man dabei gar nicht so falsch, denn es kommt eine Menge zusammen ...
Zuerst einmal die Typen an sich: die de Havilland 82 Tiger Moth, die 1931 ihren Erstflug hatte, gilt als klassisches Schulflugzeug der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, bis zu dessen Ende mehr als 8800 Stück gebaut worden waren. Dementsprechend ist in der hier vorliegenden Sammlung auch eine Militärvariante verfügbar, die H.H.82A Trainer. Vier Stück sind es insgesamt. Ihnen zur Seite stehen drei zivile Varianten, die D.H.82A Civilian. Und die Bauart C ist mit einem Flugzeug vertreten, der D.H.82C Canadian. Dies ist das einzige Muster mit Bremsen und Glascanopy, bei allen anderen heißt es, vor dem Bildschirm Schal, Fliegerjacke und Lederkopfbedeckung ausfassen und vorausschauend rollen.
Installation
Der Installer des Paketes verteilt die Varianten und ein kleines Doku-PDF je nach Kundenwunsch in das FS2004 oder das FSX Verzeichnis. Dort hat man dann erneut die Qual der Wahl, denn es gibt bei jedem Flugzeug mehrere Möglichkeiten: man kann allein als Pilot fliegen oder als Pilot mit Fluggast, und weil dann der Schwerpunkt passt, kann man dabei vom hinteren oder vorderen Sitz aus zu Werke gehen. Die Auswahl Single Pilot Front Seat su cht man aus diesem Grund vergebens. Hat man Platz genommen, bleibt einem die Wahl zwischen Virtuellem und 3D Cockpit, wobei auch da die Maschinen unterschiedlich instrumentiert sind. Die vorgefertigte Sitzposition finde ich nicht ideal, aber sie lässt sich gut auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen.
Ausstattung
Danach geht es wieder ans Verborgene, denn tief im Cockpit verlaufen Kabel- und Seilzüge, sind Hebelkonstruktionen zu bewegen und Bedienelemente zu suchen, die dann so gar nicht im Verborgenen liegen. Hätten Sie gewusst, dass der Magnetschalter außen an der Maschine angebracht ist? Damit die Ground Crew ihn bedienen kann? Herrlich!
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