FSX Tuning
FSX flügge machen

Die zehnte Auflage macht Flight Simulators Ruhm alle Ehre. Seit eh und je gilt der computerisierte Pilotentraumersatz als ein leistungshungriges, forderndes Stück Software. Es diente früh als Prüfstein für die Kompatibilität von DOS-Rechnern, später als Vorzeigebeispiel für die ersten Windows- Spiele und demnächst wieder als Beweis für die Qualität des kommenden Betriebssystems von Microsoft, Windows Vista.

Es ist also nicht überraschend, dass FSX nach der neuesten und mächtigsten Hardware schreit. Diesmal ist der Hunger nach Megabytes und Gigahertz allerdings ausgeprägter als sonst. Microsoft hat nämlich den Produktionszyklus von Flight Simulator – auch auf Wunsch der Anwender – auf drei Jahre verlängert. Damit das Spiel aber auch für zukünftige Käufer attraktiv bleibt, haben die Entwickler es mit deutlich aufgebohrter Grafik ausgestattet. Das Programm benutzt für Flugzeuge und Landschaft nicht nur besser modellierte Objekte, sondern auch mehr Texturen in größerer Auflösung. Das erfreut zwar das Auge, lässt aber die Hardware glühen - und die Nerven der User zittern.

Der ideale PC für FSX wird wahrscheinlich erst in einem Jahr angeboten werden und ob Windows Vista dem Simulator wirklich Beine macht, ist im Augenblick fraglich. In der Zwischenzeit müssen wir mit der Computer-Leistung haushalten, die auf oder unter dem Schreibtisch steht. Folgender Text listet die wichtigsten Tuning- Maßnahmen für FSX auf. Sie können in drei Kategorien unterteilt werden: Sie reizen die Hardware besser aus oder passen bestimmte Prozesse dem System an; sie vermindern die Anzahl der Objekte und sie reduzieren Dimensionen oder Komplexität der Grafik.

Von den Maßnahmen darf man keine Wunder erwarten. Ein Fiat Panda fährt nicht wirklich schneller, wenn man unter seinen Kotflügeln Sportreifen montiert. So ist es auch mit FSX: das Tuning hilft, aber macht aus einer lahmen Kiste kein Hot Rod.

Memoryspiel
Flight Simulator X beansprucht die Grafikkarte intensiver als vorherige Versionen, ist indesimmer noch ein Programm, das nicht durch die überwältigenden Licht- und Schattenspiele anderer Games besticht. Der Simulator benötigt – neben einer flotten CPU – hauptsächlich Arbeitspeicher (RAM) und Grafikspeicher (GRAM), und zwar in rauen Mengen. Mehr als in den vorherigen Versionen ist mit FSX notwendig, auf eine vernünftige Auslastung des Speichers zu achten. Deswegen genießt ein kleines, älteres Progrämmchen seit Kurzem große Beliebtheit unter den erfahrenen Simmern: MemStatus von Kevin Reems. Mit zwei simplen Balken zeigt es an, wie viel Arbeitsund Grafikspeicher gerade verwendet wird. Damit ist es leicht herauszufinden, wann die Grafikkarte ihre Leistungsgrenze erreicht hat und beginnt, Daten im langsameren Arbeitspeicher abzuladen.

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