| Manchmal kriegt man ein Software – Add-on auf den Tisch, von dem man im ersten Moment nicht weiß, was man davon halten soll. Lunar Pilot von things to come ist so ein Fall. Man sitzt vor dem Manual, welches ein originales NASA Dokument ist, und fragt sich, wo man anfangen soll, was das überhaupt für ein Teil sein soll und so weiter. Doch das ist nur der Anfang.
Auf der CD findet man dann die Antworten. Oder zumindest einige. Zwei PDF Dokumente, das Softwaremanual und das besagte NASA Dokument, welches allerdings auch in gedruckter Form vorliegt. Zwei Filme, der eine ein FS Movie, welches das Produkt auf recht gekonnte Art und Weise vorstellt und ein Dokumentarfilm, in dem ein früherer Testpilot der NASA von dem komischen Ding, das man da fliegen soll, berichtet.
Eigentlicher Gegenstand des Produktes ist das sogenannte LLRV oder auch Lunar Landing Research Vehicle von Bell Aerosystems. Dieses Gerät wurde in den 60er Jahren als Trainingstool für die Astronauten entwickelt, die dann später mit dem Mondlandegerät der Apollo Missionen auf dem Mond landen sollten. Dieses Fluggerät ist ein ausgesprochen komplexes Teil, mit ungewohnten Controls und Flugeigenschaften, die graue Haare fördern. Daneben gibt es eine Phantasieszenerie einer Space Stadt beim Cape Canaveral, die auch einen nachgebildeten Mond enthält sowie eine Unzahl von Gebäuden, die meisten mit Landeplätzen auf dem Dach. Und dann gibt es noch eine Mustang, mit der man das Gelände erkunden kann. Zusätzlich auf der CD-ROM finden sich einige Filme und die Swiss Mountain Bastion Freeware Szenerie, die irgendwie den Weg dorthin gefunden hat.
Die Installation ist auf den ersten Blick ziemlich normal, abgesehen von der Tatsache, dass kein Autorun vorhanden ist. Der Installer tut, was er soll, und nach ein paar Minuten ist alles installiert. Startet man nun allerdings den FS, passieren wunderliche Dinge. Die Szenerie ist zwar angemeldet, aber irgendwo auf Layer 115, wovon sie mit der Szeneriebibliothek zunächst mal h ochgeholt werden muss, zumindest, falls installiert, über die Spacecoast Scenery von Aerosoft. Danach sieht man die Szenerie.
Nach dem Start des FS hat man mehrere Möglichkeiten. Man kann mittels der mitgelieferten Flüge die Szenerie erkunden, man kann gleich mit dem LLRV einsteigen oder mit der Mustang eine Runde drehen. Ich entscheide mich für letzteres und wähle den Flug 2, um die Szenerie zu begutachten. Und die hat es in sich.
Wenn ich diese Monströsität, die da vor Cape Canaveral im Meer sitzt, beschreiben soll, wird es schwierig. Ein 5000 x 5000 ft großer Würfel ist mit einem stilisierten NADA (kein Schreibfehler) beschriftet. Darin befindet sich die M ondoberfläche zum Trainieren. Die Stadt selber ist offensichtlich der Versuch, so viele Objekte wie denkbar in einem kleinen Raum unterzubringen. Das Resultat ist erschlagend. Zugegebenermaßen, eine derartige Stadt, so man sie denn so nennen will, habe ich im FS noch nie gesehen. Und das Verrückte dabei ist, dass die Szenerie, die an Dichte alles in den Schatten stellt, mit den mitgelieferten Fliegern eine hervorragende Framerate hat. Als wäre sie nicht da. Wow. Man kann sich hier satt sehen, bis man überfressen ist. Wie gesagt, es ist schwer zu beschreiben, man muss es sehen.
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