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Manchmal
ist es Liebe auf den ersten Blick. Der neue Flieger ist geladen,
man schaut das erste Mal auf das Cockpit und da ist dieses „Wow-Erlebnis“.
Aufmerksame Leser werden sich gewiß noch daran erinnern,
dass es mir vor zwei Monaten mit der Cessna C177 Cardinal von
Dreamfleet 2000 so erging. Nun steht wieder ein Flieger bei mir
neu im Hangar, bereit für den ersten Ausflug, doch dieses
Erlebnis bleibt aus. Es hat also ein wenig etwas von der aktuellen
Toyota-Werbung („Kann ich mir mal Dein Flugzeug ausleihen?“.
„Aber sicher – ist die Seneca V“. „Seneca
V …. hmm“ – man beachte den kritisch-misstrauischen
Unterton ;-).
Ziemlich abseits des Rummels auf den großen Flusi-Webseiten
hat FSD International in den letzten Monaten die Piper Seneca
entwickelt und getestet. Erst seit wenigen Wochen waren erste
Screenshots verfügbar, und selbst nach dem Release blieb
die Aufmerksamkeit der Szene eigentlich relativ gering, wenn man
es mit anderen Neuerscheinungen des Jahres vergleicht. Dabei müsste
eigentlich die Liste der Namen der Entwickler jedem das Wasser
im Munde zusammenlaufen lassen: FDE-Entwickler und damit
für die Flugdynamik verantwortlich ist einmal mehr Altmeister
Steve Small, das Flugzeug selbst hat Owen Hewitt (POSKY C17) zusammen
mit Jim Goldman geschaffen. Das Panel stammt aus der Feder von
Tim Dickens, Aaron Swindle steuerte die Sounds bei und selbst
ein Peter Sidoli ließ es sich nicht nehmen, mit Rat und
Tat dem Projekt zur Seite zu stehen. Zusammen bilden sie das Team
„FSD International“, das mit der Commander 115TC ja
den ersten populären GA-Flieger überhaupt für den
Flusi 2000/2002 geschaffen hat.
Mittlerweile verwendet auch FSD International zur Bezahlung das
Software-System von Flight1 Software, eine sehr löbliche
Entscheidung, da dies das Risiko von Fehlübertragungen und
dem daraus resultierenden ärgerlichen Hickhack minimiert.
Sehr erfreulich ist die Preisgestaltung, mit $18,50 bleibt die
Maschine deutlich unter der $20 Schmerzgrenze. Immerhin bekommt
man dafür die Seneca V in GMAX in vier Farbvarianten, mit
Panel, virtuellem Cockpit, Sounds, Konfigurationsprogramm (es
verwaltet auch zusätzliche Bemalungsvarianten, und das auf
eine wirklich einfache Weise!) und Handbuch. Es reicht, das Key-File
sicher zu verwahren, das Installationsprogramm kann später
immer wieder unproblematisch heruntergeladen werden.
Beim
Handbuch hat sich seit den Zeiten von Commander und der verunglückten
Cheyenne viel getan. Mittlerweile muß die Kritik an den
früher viel zu spartanischen Dokumentationen von FSD International
verstummen, man erhält ein mit 55 Seiten Umfang üppig
ausgefallenes Pilots Operation Handbook und dazu noch extra Checklisten,
beides im bekannten PDF-Format. Äußerst angenehm ist,
dass es mittlerweile ein „Procedures“ Kapitel im Stile
eines richtigen Tutorials gibt. In Klartext wird der Neuling an
das Fliegen der Seneca V herangeführt, da wird beim ersten
Probeflug bestimmt kein Frust aufkommen. Ebenso löblich ist
das Kapitel „Flight Planning Example“, in dem an einem
Beispielflug die Gewichts- und Verbrauchskalkulation sowie die
daraus resultierenden Performanceermittlungen dargestellt werden.
Unverständlich nur, dass dieses Kapitel an weit entfernter
Stelle nach allen Instrumentenbeschreibungen plaziert wurde. Ansonsten
findet man in der reichlich bebilderten Dokumentation alle notwendigen
Informationen, auch die Tabellen zu Performance und Limits sind
umfangreich und vollständig ausgefallen.
Lesen Sie den gesamten Artikel in der aktuellen Ausgabe von FlightXPress
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