| Der
Flugsimulator 9 von Microsoft ist nicht gerade eine genügsame
Natur, wenn es um Prozessor und Grafikkarte geht. Besonders mit
komplexen Flugzeugen im Zusammenspiel mit aufwendigen Scenerys
gerät der Prozessor schneller an seine Leistungsgrenze als
eine aktuelle High-End Grafikkarte. Bisher war der AMD Athlon
64 und sein Dual Core Nachfolger AMD Athlon 64 X2 mit zwei Prozessorkernen
in einem „Prozessor“ der Spitzenreiter, wenn es darum
ging, einen schnellstmöglichen Flusirechner zu bauen.
Nun schickt jedoch Intel seinen Pentium 4 und den Dual Core Ableger
Pentium D in den vorzeitigen Ruhestand und hat jüngst die
neue Prozessorproduktlinie „Core 2“, basierend auf
neu entwickelter Architektur, vorgestellt, die AMD das Fürchten
lehren soll. Wir haben auf Basis des Core 2 Prozessors eine High-End
Flusimaschine zusammengebaut, die mit schneller ATI Radeon X1900XTX
und 2 Gigabyte schnellstem DDR2-800 Speicher ausgestattet ist
und die verschiedenen Prozessorfrequenzen bei ansonsten gleichbleibenden
Umgebungsbedingungen getestet. Zum Vergleich haben wir die diversen
Pentium D Modelle aus der 9XX-Serie von 2,8 bis 3,46GHz herangezogen,
die in dem von uns gewählten Setup auch funktionieren.
Der
neue Intel Core 2 Prozessor basiert auf einer neu entwickelten
Architektur (Core) und hat mit dem Vorgänger Pentium 4 und
dessen Netburst Architektur so gut wie nichts gemein. Herausragendstes
Merkmal ist dessen vergleichsweise ziviler Energieverbauch und
die damit einhergehende niedrigere Hitzeentwicklung. Verbraucht
ein Pentium Extreme Edition mit 2x 3,46 GHz bis zu 130 Watt, sind
es beim aktuell schnellsten Core 2 Modell, dem X6800, nur noch
etwa 65W. Zudem wurde die Takteffizienz des Prozessors gesteigert,
also die Geschwindigkeit pro
Megahertz, die der Prozessor auch tatsächlich „auf
die Piste“ bringt. So ist es möglich, dass der aktuell
schnellste Intel Core 2 Prozessor, der Core2 Extreme X6800, zwar
„nur“ mit 2,93 GHz getaktet ist, aber trotzdem in
allen Belangen wesentlich schneller als ein Pentium Extreme Edition
mit 3,73 GHz ist. Man darf sich also nicht durch die pure Megahertzgröße
blenden lassen.
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