| Es
ist nun ziemlich genau ein Jahr her. Auf der Flusikonferenz in
Paderborn hatte ich endlich kurz Zeit gefunden, den FXP-Stand
zu verlassen und mich unter den anderen Ausstellern umzusehen.
Zu meiner Überraschung rührten mir dabei nicht nur die
Aerosoft-Mädels an die Sinne. Die mich in ihren Bann zog,
war furchtbar umringt von gaffenden Voyeuren und gab vorerst nur
zögernd einen Blick frei auf ihr wohlgeformtes Äußeres.
Sie schien sich ihrer Vorzüge vollkommen sicher zu sein,
drehte sich selbstbewusst im Kreis, ließ sich aus allen
Blickwinkeln bestaunen und kannte keine Scham. Unverhofft hielt
sie geradewegs auf mich zu. Eine kleine Bewegung seiner geübten
Finger genügte jedoch, und Marcels Joystick befahl die Diva
in eine Schräglage, die sie der geifernden Menge entzog.
„Die Schöne ist wendig“, entfuhr es mir, und
Marcel ge noss
ein wenig meine Bemerkung über sein Geschöpf, das uns
nun auf dem PC das Leitwerk zuwandte und mit sonorem Brummen am
Himmel entschwand.
Sehr verehrter Leser, so also steht es um meine
Erinnerung an mein erstes Aufeinandertreffen mit der Do-27 und
heute - ein Jahr, einige Betas und viele Flugstunden später
– ist meine Faszination ungebrochen, die Digital Aviation
Do-27 hingegen soweit gereift, dass Marcel Felde sie in die virtuelle
Flusifreiheit entlässt.
Dabei reicht seine Beschäftigung mit der Dornier
bis in seine Kindheit zurück, sodass die D-EIBE, eines der
Flugzeuge aus dem Paket, das ich hier nun vorstellen möchte,
noch die Bemalung von damals trägt, obwohl sie heute längst
in einem anderen Farbenkleid erstrahlt (Erfahren Sie bitte ein
wenig mehr über die reale Do-27 im Artikel zum Dornier- Treffen
in Friedrichshafen auf Seite 64f in diesem Heft).
Die Do-27 von Digital Aviation hätte eigentlich
schon im FS2000 flügge werden sollen, war damals schon in
vorzeigbarem Zustand,
doch hat sich Marcel die Latte immer wieder höher gelegt,
immer wieder neu versucht, die Nachbildung dem Original noch ähnlicher
werden zu lassen, bis er – nach den vielen positiven Reaktionen
auf seine Do-Vorführung bei der vorjährigen Flusikonferenz
- nun endlich die ersten sechs Liveries veröffentlicht hat.
Mir liegt für diesen Test die letzte Beta vor
der Veröffentlichung vor, ich hoffe, das Flugzeug ist bereits
erhältlich, wenn Sie diese Zeilen lesen, und obwohl ich weiß,
dass in einer Preview immer ein gewisses Risiko liegt (Beispiel
„Tristar“, doch sind gerade da persönliche Schicksalsschläge
für die Verspätung verantwortlich), habe ich mich der
Aktualität wegen zu diesem Artikel entschlossen.
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