Eaglesoft Cirrus SR20-62
Der digitale Adler

Das Unternehmen von Alan und Dale Klapmeier ist ziemlich jung. Freilich, die Brüder haben schon vor 25 Jahren angefangen, Bauteile für Kit-Planes zu verkaufen. Aber auf die Idee, komplette und zertifizierte Flugzeuge selbst zu bauen und zu vermarkten, kamen sie viel später. Den Kunden lieferten sie die ersten Exemplare erst 1999. In kürzester Zeit haben sich die Viersitzer von Cirrus Design jedoch zu regelrechten Rennern entwickelt. Sie flitzen durch den Himmel nicht nur viel schneller als die meisten Konkurrenten, sondern sie haben auch die Single-Hitparade in Sturm erobert. Seit Jahren gehören die modernen Geräte aus Duluth (Minnesota) zu den meistverkauften Maschinen. Nur der Riese Cessna verkauft mehr einmotorige Kleinflugzeuge als Cirrus.

Der Erfolg hat viele Gründe: Die mechanische und aerodynamische Güte der Zelle aus Verbundstoffen gewährt erstaunliche Leistungen. Einfache Systeme helfen dabei, Gewicht und Geld zu sparen. So ist das Bugrad nicht steuerbar, man lenkt am Boden mit Differenzialbremsung. Der Autopilot verfügt nicht wie sonst üblich über eigene Servomotoren, sondern greift über die Trimmung ein. Eine Vakuumpumpe ist auch nicht an Bord, weil die Kreiselinstrumente elektrisch angetrieben werden. Andererseits rollen die Maschinen mit einer sehr guten Grundausstattung aus der Werft heraus. Cirrus hat von Anfang an auf digitale und elektronische Instrumente vertraut und gleich in den ersten Exemplaren ein Multifunktionsdisplay (MFD) eingebaut. Schließlich gelten diese Kunststoffflieger als besonders sicher, da sie einen Rettungsschirm, das Cirrus Airframe Parachute System (CAPS), mit sich auf dem Rücken tragen. Es gibt zwar schon lange Ultralights, die in einer Notsituation an einem riesigen Fallschirm sanft zur Erde hinunterschweben. Cirrus ist aber der erste Hersteller, der ein solches System in einem zertifizierten Flugzeug serienmäßig einbaut.

Die Cirrus Produktpalette umfasst zurzeit zwei Modelle: Die SR20, die von einem Continental 360 mit gedrosselten 200 PS angetrieben wird; und die etwas größere und schwerere SR22, die von den 310 PS eines Continental 550 auf Trab gehalten wird. Seit ein paar Jahren hat ein zweites Display neben dem MFD im Cockpit beider Modelle Platz gefunden. Das hochmoderne Primary Flight Display (PFD) Avidyne FlightMax Entegra hat die traditionellen Anzeigen für Geschwindigkeit, Fluglage, Höhe, Koordination, Kurs und Steigrate komplett ersetzt. Bedingt durch diese Erneuerung bekamen beide Modelle den Marketing- Zusatz „G2“ für zweite Generation. Trotz einfacher Systeme gilt die Cirrus für die Behörden somit als ein TAA, ein Technologically Advanced Aircraft.

Plastikvogel aus dem Adlernest
Eben diese zwei Muster will die Entwicklergruppe Eaglesoft für Flight Simulator 2004 umsetzen. Die SR22-G2 wird noch eine Weile auf sich warten lassen, die SR20-G2 hingegen ist bereits vor ein paar Wochen auf den Festplatten gelandet.

Auch in diesem Fall vertraut Eaglesoft auf das Vertriebssystem von Flight1. Nach dem Download von ca. 33 MB wird die Datei entpackt und das Add-on automatisch installiert. Dabei werden die Installationsdaten online überprüft und dies setzt eine aktive Internetverbindung voraus. Das System bietet allerdings auch die Möglichkeit, die Installation auch auf einem anderen, nicht mit dem Internet verbundenen Rechner vorzunehmen.

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