Es war ein langweiliger Flug. Eine jener Strecken über öde Standardlandschaften, die man häufig bei Tests auf und ab schrubbt. Im Funkverkehr herrschte große Ruhe und ich teilte mir den großen Himmel über Südafrika allein mit einer King Air. Sie bekam eine Freigabe für den nächsten Luftraum, kurz danach wurde ich zum selben Kontrollzentrum verabschiedet. Dann wieder sie und kurze Zeit später auch ich. Wir kamen uns offenbar näher.Es war ein langweiliger Flug. Eine jener Strecken über öde Standardlandschaften, die man häufig bei Tests auf und ab schrubbt. Im Funkverkehr herrschte große Ruhe und ich teilte mir den großen Himmel über Südafrika allein mit einer King Air. Sie bekam eine Freigabe für den nächsten Luftraum, kurz danach wurde ich zum selben Kontrollzentrum verabschiedet. Dann wieder sie und kurze Zeit später auch ich. Wir kamen uns offenbar näher.
Nach einer Weile leuchtete ein gelber Punkt auf dem TCAS, genau auf gleicher Flughöhe und genau vor meiner Flugzeugnase. Es konnte nur die King Air sein. Ich blickte auf den Zeiger der Abgastemperatur: Knapp über 640°. Was macht das Drehmoment? Ein bisschen mehr Power könnte ich schon reinschieben. Die Maschine war leicht beladen, die Luft kühl und mit Maximum Cruise Power hechteten wir mit etwas mehr als 200 KIAS nach vorne.Nach einer Weile leuchtete ein gelber Punkt auf dem TCAS, genau auf gleicher Flughöhe und genau vor meiner Flugzeugnase. Es konnte nur die King Air sein. Ich blickte auf den Zeiger der Abgastemperatur: Knapp über 640°. Was macht das Drehmoment? Ein bisschen mehr Power könnte ich schon reinschieben. Die Maschine war leicht beladen, die Luft kühl und mit Maximum Cruise Power hechteten wir mit etwas mehr als 200 KIAS nach vorne.
Plötzlich war der Flug nicht mehr langweilig. Auf dem TACAS beobachtete ich die stetig kleiner werdenden Entfernungsangaben zur King Air. Dann sah ich sie, einen kleinen Punkt direkt vor mir, der langsam, sehr langsam größer wurde, bis die langen Schwingen der King Air meine ganze Windschutzscheibe füllten. Der Mann vor dem Radar bombardierte uns mit „Traffic Alert“. Der Beech Pilot meldete „Traffic in Sight“. Er log, er konnte mich gar nicht sehen, ich war hinter und unter ihm. Allmählich überholte ich ihn von unten und genoss jeden Augenblick. Beinahe hätte ich noch eine Siegesrolle gedreht, aber ich zähmte mich. Es war nur ein Spiel, Verzeihung: Simulation, aber ein bisschen Anstand musste man schon wahren.
In der realen Welt hat selten die Piper PA- 31T Cheyenne die Beech King Air überholen können. Meist trabte sie hinterher, denn Beechcraft hatte früh die Marschroute vorgegeben. Die Edelfirma aus Wichita (Kansas) hatte aus der Twin Bonanza, einem kleineren, zweimotorigen Modell, ein größeres, beliebtes Muster in der so genannten Cabin Class abgeleitet, die Queen Air. Und als dieses Flugzeug mächtige Turboprops bekam, war die King Air geboren. Die Beech 90 mit all ihren Derivaten eroberte schnell den Mark und setzte den faktischen Standard in ihrer Klasse.
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