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wird die Boeing 747 seit nun fast 40 Jahren liebevoll genannt.
Es gibt wohl kaum einen anderen Flugzeugtyp, der so einfach zu
erkennen ist und durch seine schiere Größe und weltweite
Verbreitung immer noch für Aufmerksamkeit sorgt. Kein Wunder
also, dass die Veröffentlichung der modernsten Version B747-400
als Add-on für den FS2004 Anfang August erst einmal die Server
der Precision Manuals Development Group (PMDG) zusammenbrechen
ließ. Der Ansturm und die Vorfreude auf das neue Produkt
zeigten mir, dass dieses Flugzeug nicht nur für mich ein
besonders faszinierendes Flugzeug ist, vereint es doch die Faszination
moderner Cockpittechnik mit dem Gefühl, auf der ganzen Welt
unterwegs zu sein.
Seit über 5 Jahren habe ich mich, wenn es um Flugsimulation
ging, fast nur mit der Boeing 747-400 beschäftigt - vor allem
mit dem „Precision Simulator PS1.3“ (siehe FXP 04/2000)
- und dabei viel über diese Maschine gelernt. Als ich von
der FlightXPress-Redaktion gefragt wurde, ob ich einen Blick auf
die neue PMDG 747-400 werfen würde, habe ich mit der Zusage
nicht lange gezögert. Es galt doch die spannende Frage zu
beantworten, ob mit der Veröffentlichung des neuesten Produktes
der Gruppe um Robert Randazzo eine Simulation der „Queen“
von vergleichbarer Qualität wie beim PS1.3 gelungen ist.
(Es sei nur am Rande angemerkt, dass das allererste Produkt von
Robert Randazzo 1997 ein umfangreiches Zusatzhandbuch zum PS1.0
war. Die Kompetenz des Teams in Sachen B747-400 darf also guten
Gewissens angenommen werden.) In diesem Kurztest möchte in
nun einige meiner Eindrücke wiedergeben und dabei einen genaueren
Blick auf die
Systeme werfen, die ich vom PS1 bereits gut kenne.
Kauf und Installation
Zur Zeit steht die PMDG 747-400 nur in elektronischer Version
zum Download zur Verfügung. Nach dem Kauf erhält man
eine E-Mail mit Kaufbestätigung und einem 3 Tage gültigen
Link, mit dem die eigentlichen Programmdateien heruntergeladen
werden können. Insgesamt müssen ungefähr 56 MB
übertragen werden. Unabhängig davon können zur
Zeit 29 Bemalungen verschiedener Fluggesellschaften von Air Canada
bis Virgin Atlantic gesaugt werden, jede circa 6 – 7 MB
groß.
Die Installation erwies sich bei mir als völlig unproblematisch.
Nach der Validierung der erworbenen Lizenz durch das Setupprogramm,
für die eine aktive Internetverbindung erforderlich ist,
werden alle Programmdateien, Navigationsdaten und Flugpläne
installiert. Für die verschiedenen Liveries muss jeweils
ein eigener Installer ausgeführt werden. Danach stehen im
Flugzeugauswahlmenü des FS2004 drei zusätzliche Maschinen
zur Verfügung, entsprechend den drei möglichen Triebwerksvarianten,
mit denen die B747-400 ausgeliefert werden
kann. Dazu jedoch später mehr.
Als Mindestanforderung nennen die Programmierer einen aktuellen
PC mit 1.4 GHz, 512 MB RAM und 32 MB Grafikspeicher. Mein Testsystem
lag nur knapp über diesen Anforderungen, trotzdem hatte ich
keine nennenswerten Probleme mit der Darstellung und den Bildwiederholraten.
Daher würde ich die Perfomance als durchaus akzeptabel bezeichnen,
wobei allerdings die Leistungsfähigkeit meiner FS2004-Installation
kaum durch zusätzliche Add-ons belastet wird.
Dokumentation und Handbuch
Als Dokumentation steht ein 382 Seiten starkes Handbuch im PDF-Format
zum Download bereit. Das Handbuch ist in Form eines Aircraft Operating
Manual gestaltet, das heißt, es werden nicht nur alle Systeme
wie Elektrik oder Hydraulik ausführlich erklärt, sondern
es enthält auch weitere Kapitel, die den Betrieb des Flugzeugs
in verschiedenen Flugphasen erläutern.
Umfangreiche
Tabellen zur Leistung, zum Treibstoffverbrauch und zur Flugplanung
sind ebenso enthalten wie vollständige Verfahrensabläufe
für alle Flugphasen („Normal Procedures“) und
vollständige „Abnormal Procedures“, also Checklisten,
wie man sie im QRH (Quick Reference Handbook) der B747-400 findet.
Weiterhin gibt es ein langes Kapitel über alle Aspekte der
Bedienung des Flight Management Computers (FMC).
Alles in allem hinterlässt das AOM der 747- 400 von PMDG
bei mir einen durchweg positiven Eindruck. Einem Vergleich mit
dem „berühmten“ Handbuch des PS1.3 kann die Dokumentation
an vielen Stellen durchaus standhalten, sowohl in Umfang als auch
in Qualität. Interessanterweise sind einige der Personen,
denen in der Einleitung für die Mitarbeit und Unterstützung
an der Entwicklung gedankt wird, bereits aus dem PS1-Handbuch
bekannt. Interessant ist auch, dass ähnlich wie im Handbuch
des PS1 an mehreren Stellen deutlich darauf hingewiesen wird,
dass die Simulation aus verschiedenen Gründen vom realen
Flugzeug abweicht oder vereinfacht ist; für mich ein kleiner
Hinweise darauf, dass beide Entwickler vor dem gleichen Problem
standen, den geeigneten Kompromiss zwischen Realität und
Simulation zu finden.
Lesen Sie den gesamten Bericht in der aktuellen Ausgabe von FlightXpress
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