| Als
Chef einer VA muss man immer ein wachsames Auge auf den Markt
haben und alle Mitbewerber sorgsam im Auge behalten. Doch was
mir da als Auftrag von Gerhard ins Haus flatterte, das war keine
Aktion einer Leipzig Air VA oder der neueste Streich von Onyx.
Die Gefahr für das Business kommt aus der elektronischen
Kiste, und sie ermöglicht jedermann den Einstieg ins Airline-Geschäft.
Die Rede ist von „FSPassengers“, und wie soll man
dieses Programm wohl am besten beschreiben? Ein „Atmosphären-Generator“
für einen simulierten Airline-Betrieb, angereichert mit zahlreichen
Zusatzfunktionen, um das Fliegen interessanter zu machen …
das trifft es vielleicht noch am ehesten.
FSPassengers ist ein 26,3MB großer Download, der u.a. bei
AVSIM verfügbar ist. Das Programm ist Shareware, man kann
es aber in Ruhe ausprobieren: Einziges Limit ist, dass man in
der Probierfassung nur von San Francisco aus starten kann. Alle
Programmfunktionen stehen aber uneingeschränkt zur Verfügung.
Die Bezahlung des Preises von 31,90€ läuft entweder
per Kreditkarte über eine Webseite, oder aber über Simmarket
(wo man auch per Überweisung zahlen kann). Man erhält
dann einen Unlock Code, der das Programm für alle Funktionen
freischaltet.
FSPassengers
installiert sich als Flusi-DLL in der Menüleiste des FS2004
mit einem eigenen Menüeintrag. Von dort aus wird das Programm
konfiguriert und ein neuer Flug gestartet. Zu allererst aber muss
man eine neue Fluggesellschaft definieren und ihr einen Piloten
(in der Regel ist man das wohl selbst *g*) zuweisen. Schon hierbei
zeigt sich, dass das Programm eine ganze Reihe von Detailparametern
zulässt: Airlines können in verschiedene Kategorien
eingeteilt und die Kostenstrukturen (Preisniveau des Bordservice
etc.) angepasst werden. Zur Airline gehört natürlich
auch mindestens ein Flugzeug, dieses muss „gekauft“
werden und geht in die Kostenrechnung ein.
Für jeden Flug sind bereitstehende Passagiere zu boarden
(nicht immer so viele, wie das Flugzeug Sitze hat) und mit einem
ordentlichen Flug zu ihrer Destination zu befördern. Wie
sie über den aktuellen Flug denken, das kann man jederzeit
durch ein kleines Info-Fenster im Flusi erfahren, wüste Flugmanöver
z.B. werden mit Adrenalinschüben, ängstlichem Anschnallen
und teilweise sogar mit gellenden Schreien quittiert. Absolviert
man dagegen die Flüge sauber, sicher und komfortabel, danken
es die virtuellen Kunden mit Zufriedenheit und besserer Auslastung
bei zukünftigen Flügen. Auf diese Art und Weise kann
die Fluggesellschaft Geld ve rdienen,
wachsen, mehr Flugzeuge kaufen etc. etc.
Neben diesen Grundfunktionen bringt FSPassengers noch eine Reihe
netter „Gimmicks“ mit. Das von Microsoft im Flusi
so schmählich ignorierte GPWS wird hiermit ebenso nachgeliefert
wie ein virtueller Copilot, der vor Fehlfunktionen warnt, Callouts
vornimmt und auch sonst beim Fluge immer hilfreich assistiert.
Besagte Fehlfunktionen sind ein weiterer wesentlicher Bestandteil,
diese souverän und sicher zu meistern, wenn sie überraschend
im Fluge auftauchen, ist sicherlich ein Eckstein einer erfolgreichen
Karriere. Ein virtueller Crew-Modus sorgt für Getränke
und Speisen während des Fluges, die Bordunterhaltung und
natürlich die unvermeidlichen Kabinenansagen. Im Cockpit
selbst entsteht Airliner-Atmosphäre durch ATC-Gespräche
im Hintergrund. Und natürlich gibt es nach jedem absolvierten
Flug ein ausführliches Briefing mit einer Flugbewertung.
Lesen Sie den kompletten Bericht in der aktuellen Ausgabe von
FlightXpress...
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