| Wohl kaum eine Release einer neuen Version des heiß geliebten Microsoft Flight Simulator ist von dermaßen vielen Irrungen und Wirrungen begleitet wie jenes mit besonderer Spannung erwartete Erscheinen des FS X.
Nachdem lange unklar war, ob Microsoft überhaupt die Reihe des Flight Simulators fortsetzt (da ja der geplante Nachfolger des CFS 3 gecancelt und dem erfolgreichen Schwesterprodukt, dem Train Simulator, sehr überraschend der Stecker gezogen worden war), ist die beste Nachricht generell wohl die, dass überhaupt ein Nachfolger zum FS 2004 erscheint. Nachdem der FS 2004 die interne Versionsnummer „9“ trug, wird der nächste Simulator der FS 10. Auf einen Jahreszahlenzusatz wie „FS 2007“ verzichtet Microsoft diesmal, stattdessen wird die „10“ in römischer Schreibweise zu Papier gebracht: Der FS X steht an.
Doch nachdem zumindest das „ob“ im Interesse der Szene geklärt ist, wirft das „wann“ und „wie“ weiter Fragen auf. Denn Microsoft hat sich überlegt, den FS X mit der kommenden Windows-Version „Windows Vista“ marketingtechnisch zu verbinden. Vista stand dabei von Anfang an unter keinem sehr guten Stern. Lange unter dem Arbeitstitel „Longhorn“ geführt, brachte die Berichterstattung der Kollegen aus dem allgemeinen Computerbereich vor allem eines zum Ausdruck: Longhorn bzw. Vista liefert viele Mechanismen, die den User einschränken, etwa Software oder Filme zu kopieren.
Microsoft plant, die Veröffentlichung von Vista mit verschiedenen Unterhaltungstiteln zu flankieren: Die Spiele sollen Windows Vista so richtig schmackhaft machen, und im Simulationsbereich soll das der FS X leisten. Damit lässt nur ein Umstand die Fans rätseln: Der endgültige Erscheinungstermin der nächsten Windows-Version ist laufend im Fluss. Anfangs hieß es noch, Vista erscheine Ende des Jahres. Im März dann die Nachricht, Vista komme erst im Januar 2007 in die Läden. Für Verwirrung sorgte dann Microsofts Nummer 1, Steve Ballmer: Zunächst erklärte er, mit weiteren Verzö gerungen sei zu rechnen. Wenige Tage später ruderte er wieder zurück: Vista sei auf Kurs und werde in der ersten Januarhälfte erscheinen. Vielleicht doch realistischer könnte da die Einschätzung der Marktforscher der Gartner Group sein.
Diese veröffentlichten eine Analyse, die weitere Verzögerungen beim Erscheinungstermin von Vista vorhersagte. Die Gartner Group geht davon aus, dass Microsoft nach der Veröffentlichung von Beta 2 noch neun bis zwölf Monate zur Fertigstellung brauchen werde. Damit würden die Versionen von Vista für „normale“ Anwender nicht vor März 2007 erscheinen. Die Unternehmensversionen sollen aber laut Microsoft Ende 2006 verfügbar sein.
Die entscheidende Frage drängt sich damit auf: Was passiert dann mit dem FS X? Um die Verwirrung zu vervollständigen, veröffentlichte die amerikanische Zeitschrift PC Gamer dann einen Artikel direkt über den FS X: Der sollte schon quasi in diesem Moment erscheinen – also eher noch, als andere Versionen, die traditionell im August / September auf dem Markt debütierten. Doch die entscheidende Angabe im Artikel war lediglich ein Tippfehler. Nach Erscheinen des Hefts beeilte sich PC Gamer, auf seiner Homepage den Fauxpas klarzustellen.
Damit bleibt die Frage, wann „er“ denn tatsächlich kommt. Denkbar wäre ...
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