| In den Plauderecken des Internets wird gequatscht und getratscht und was dabei herauskommt, ist oft – aber zum Glück nicht immer – einfach Humbug. So wie die Gerüchte über die nächsten Versionen von FSUIPC. Vorgebliche Eingeweihte wissen zu berichten, dass Microsoft das kleine, geniale Modu l von Peter Dowson aufgekauft hätte, um es in der nächsten Version des Flugsimulators einzubauen. Andere sind sich sicher, dass FSUIPC im Flight Simulator X nicht funktionieren wird. Von diesen und anderen vermeintlichen Geheiminfos ist wenig bis gar nichts richtig. Das einzig Wahre ist, dass Peter Dowson sein Programm weiterhin hegt und pflegt, auch wenn der Lebenszyklus von FS2004, und damit auch von FSUIPC Versionsnummer 3, sich dem Ende naht.
Ende April veröffentlichte er eine neue, mit interessanten Funktionen angereicherte Fassung, über die FlightXPress in Ausgabe 6/2006 berichtete. Die Liste der Verbesserungen ist nicht gerade kurz. FSUIPC übernimmt nun in FS2004 auch die Aufgaben von AdvDisplay, einem weiteren, kostenlosen Modul von Peter Dowson, das ein Kommunikationsfenster für externe Programme wie Radar Contact in Flight Simulator öffnet. Das automatische Auftanken der Flugzeuge an den Tankstellen kann jetzt komplett deaktiviert werden, ebenso das ATC-Fenster, ohne dass dabei der Simulator Abstürze verursacht. Add-on-Programmierer können auf noch mehr Funktionen zurückgreifen und kleine Problemchen hier und dort wurden beseitigt.
Der Herr der Achsen
Die wichtigste Neuheit von FSUIPC 3.60 ist die grundlegend andere Methode für die Zuweisung der Joystickachsen. Bisher hatte sich das Modul nur darauf beschränkt, die Steuerungen zu kalibrieren, die Zuweisung erfolgte im entsprechenden Menü von Flight Simulator. Hier legte der PC-Pilot fest, welche Steuerorgane die ang eschlossene Hardware kontrollierte. In den Tutorials zu FSUIPC in FlightXPress 10/2005 sowie 2/2006 wurden diese Themen ausführlich behandelt.
Nun kann die registrierte Version von FSUIPC selbst die Achsen zuweisen. Das ist mehr als eine rein formale Änderung, da das Modul eine wesentlich freiere und feinfühligere Programmierung der Game Controller gestattet. In FS2004 werden die Joystickachsen für alle Luftfahrzeuge mit den identischen Funktionen belegt. Mit FSUIPC konnte man schon lange die Steuerung des Gemischs zum Beispiel für die Schubumkehr in Düsenflugzeugen zweckentfremden, aber die a nderen Achsen waren fest zugewiesen: Der Schubhebel blieb auch im Segelflugzeug für die nicht vorhandene Motorsteuerung zuständig, während der Propellerhebel des FlightSim Yoke in einem Jet zur Arbeitslosigkeit verdammt war.
Mit jeweils angepassten Konfigurationsdateien für FS2004 konnte man zwar spezielle, dem jeweiligen Gerät angepasste Settings aufrufen, dafür musste man aber bei einem Flugzeugwechsel den Simulator beenden und ihn mit der gewünschten CFG-Datei wieder starten. Das ist umständlich.
Das alles gehört mit der registrierten Version von FSUIPC 3.6 endlich der Vergangenheit an. Denn die Zuweisungen in FSUIPC können global, aber auch für ein spezifisches Fluggerät erfolgen. Sobald man es lädt, passt FSUIPC die Steuerung automatisch an.
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