Meatwaters
Panel-Workshop Teil 1

Wenn man als „Flusianer“ tatsächlich einmal die Zeit findet, anstatt stetig an der virtuellen Welt herumzuschrauben, auch mal zu fliegen (so richtig und nicht nur zu Testzwecken!), verbringt man die meiste Zeit vor einem Panel (Instrumentenbrett). Besonders die „>FL300“-Fraktion sitzt oft stundenlang da und starrt auf ein beinahe statisches Bild, da sich ab erreichen der Reiseflughöhe nicht wirklich viel bewegt – genug Zeit also, die Dinge, die da vor einem stehen, etwas genauer zu betrachten. Dabei wird dem einen oder anderen die eine oder andere Idee kommen, wie bestimmte Bereiche oder gar das ganze Panel den eigenen Wünschen und Bedürfnissen angepasst werden könnten, wenn man doch nur wüsste, wie. Und in diesem Moment schlägt die Stunde von Ed Struszynski – und im ersten Teil dieses Workshops wollen wir gemeinsam lernen, den Namen des Programmierers zu buchstabieren. Ach, Sie können‘s schon? Na gut, dann überspringen wir diesen Teil…




FS Panelstudio

Gleich vorweg: dies ist keine Review über die Software selbst. Dennoch möchte ich eingangs ein paar Informationen loswerden und vor allem die Frage beantworten, warum wir hier einen Workshop präsentieren, der auf die Verwendung einer spezifischen Zusatzsoftware zugeschnitten ist. Die Antwort ist: es gibt auf dem Markt nur noch ein einziges Tool, welches mit FS Panelstudio vergleichbar wäre, wenn es nicht etliche Unzulänglichkeiten darin gäbe, die den Workflow zum Teil stark beeinträchtigen. FS Panelstudio steht souverän an der Spitze der Paneleditoren, ist günstig zu erwerben und kein Buch mit 7 Siegeln, da die Programmoberfläche zwar in Englisch gehalten ist, in den einzelnen Menüpunkten aber kaum Wörter vorkommen, die dem ambitionierten Flusianer nicht ohnehin bereits bekannt wären.

Sie können mit dem Programm 2D Panels nach Herzenslaune nachbearbeiten, bei Bedarf neue Unterfenster und Clickspots hinzufügen, die Platzierung von Unterfenstern verändern, Sichtpunkte anpassen, Instrumente in virtuellen Cockpits austauschen und sogar neue einfügen – allerdings mit Einschränkungen, die je nach Flugzeugmodell variieren. Natürlich können Sie auch „von der Pieke auf“ ein neues 2D-Panel erstellen und sogar das Aussehen von Instrumenten verändern, was ich ebenfalls in dieser Folge zeigen werde.

Als Beispiel für diesen ersten Teil werde ich das Cockpit der Microsoft Standard-DC3 mit einer modernen Funkgruppe und einem Transponder ausstatten. Im Gegenzug – und um Platz für die neuen Geräte zu schaffen – baue ich den guten, alten Sperry Autopiloten aus.

Nach dem ersten Start von FS Panelstudio teilt man dem Programm mit, wo sich der Flugsimulator befindet. Daraufhin liest es sämtliche aktuell installierten Flugzeuge sowie alle verfügbaren Gauges ein. „Gauge“ ist das englische Wort für „Anzeige“ und steht im Flugsimulator-bezogenen Kontext für alle Bordinstrumente, egal ob FMC oder analoge Borduhr. Die Dateien dafür befinden sich im Gauges Verzeichnis des Flugsimulators, und entsprechend der Anzahl installierter Flugzeuge kann dieses sehr voll werden. Entgegen anders lautender Ratschläge ist dies jedoch nicht schlimm, denn geladen wird nur, was auch aufgerufen wird – lassen Sie also die Finger von so genannten „Gauge- Cleanern“, denn damit können Sie weit mehr Schaden anrichten als Nutzen.

In den Einstellungen sollten Sie ebenfalls Ihr Bildbearbeitungsprogramm festlegen – geben Sie einfach den Pfad zur *.exe Datei an. Dieser Eintrag ist wichtig, wenn Sie das Aussehen von Instrumenten verändern möchten.

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