| Nachdem
ich einige Wochen lechzend vor den Screenshots der FlightScenery
gesessen hatte, erhielt ich endlich die lang ersehnte Beta-Version
von Vauchez persönlich. „Es fehlen noch einige Texturen
und noch etwas Feintuning“, hieß es. Aha. Der „normale
Kunde“ wird die Szenerie über die FlightScenery Website
und Simmarket zum Preis von $39,- bzw. 29,- Euro erwerben können.
Die Installation des 77MB großen Paketes (die Finale Version
wird etwa 120MB groß sein) erfolgte problemlos, und bald
fand ich mich auf dem ersten von 4 enthaltenen Airports wieder:
Green Island, KPVD.
Der Green State Airport wurde 1931 als Hillsgrove State Airport
gegründet. Zwischen 1942 und 1945
war der Airport kurzzeitig unter Verwaltung und Kontrolle der
Army Air Force, und im Jahre 1966 wurden die Bahnen zugunsten
des aufkommenden Jet-Verkehrs erweitert und verlängert. Wenngleich
keine Interkontinentalflüge ab oder nach Green State fliegen,
ist dieser Airport doch ein wichtiges Drehkreuz nach Kanada und
in alle nordamerikanischen Bundesstaaten.
Sightseeing in KPVD
Da ich vorweg die Screenshots gesehen hatte, glaubte ich, auf
das vorbereitet zu sein, was nun folgen sollte – doch ich
sollte mich täuschen. Bereits der Blick auf das Terminal
direkt vor mir war anders – dass Texturen selbst aus der
Nähe so gut aussehen, bekommt man nicht alle Tage zu Gesicht.
Mehrmals musste ich die Schreibtischplatte trocken wischen, während
ich mich per Schnellverstellung über den Airport bewegte
– hier stimmt einfach jedes Detail; angefangen bei den Grasnaben
rund um jede Rasenfläche bis hin zu Schmutz- und Abnutzungsspuren
an Gebäuden, Fahrzeugen und statischen Gegenständen.
Die Runwaytexturen, Centerlines und Beschriftungen sehen so gut
aus wie nichts sonst, was mir in 16 Jahren FS unter die Finger
gekommen ist. Selbst fernab der Terminals stehen perfekt texturierte
Cargogebäude, Lagerhallen und viele weitere kleine und große
Objekte, und großflächig manuell gesetzte Autogen-
Objekte lassen die Grenzen zwischen Airport und Umland so fließend
erscheinen, dass man wirklich mehrmals hingucken muss um zu sehen,
wo denn jetzt die Add-on-Szenerie aufhört und Standard- Autogen
beginnt.
An den Szeneriegrenzen gibt es sehr gelungene Übergänge,
insbesondere mit den Microsoft-Standardtexturen und Flight1 USA
Roads. Die Straßen des Flight1 Produktes schließen
in den meisten Fällen relativ nahtlos an die FlightScenery-Straßen
an, lediglich bei Verwendung von FScene 3D Texturen ist der Übergang
aus größerer Entfernung sichtbar.
Die mitgelieferte AFCAD-Datei sorgt nicht nur für regen
Verkehr, es wird sogar Rücksicht darauf genommen, welche
Fluggesellschaft an welchen Terminals andockt. Nach einer halben
Stunde fiel mir auf, dass ich die Szenerie ja noch gar nicht aus
der Luft gesehen hatte, und so begab ich mich
per F4 in die Höhe…
Aus der Luft sieht die Szenerie nicht minder atemberaubend aus,
was größtenteils daran liegt, dass etwa ein Fünftel
des gesamten abgedeckten Szeneriegebietes mit Fototexturen versehen
ist. Auf diese Fototexturen wurden zudem, wie bereits erwähnt,
von Hand Autogen-Objekte gesetzt und korrigierte, hoch detaillierte
Küstenlinien und ein hervorragendes 18m-Mesh lassen den Betrachter
aus dem Staunen nicht mehr herauskommen – Realismus pur,
so weit das Auge reicht. Das gesamte Szeneriegebiet ist zusätzlich
mit eigenen Land- und Waterclass-Dateien versehen – hier
wurden also wirklich restlos alle Register gezogen. Sofern sich
andere Add-ons an eine genaue Positionierung halten, soll es laut
Aussage von Vauchez keine Kompatibilitätsprobleme geben.
Lesen Sie den gesamten Bericht in der aktuellen Ausgabe von FlightXpress
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