All roads of EUROPE
testet Marc Störing

In wirklich allerletzter Sekunde erreichte uns das heiß ersehnte „All Roads Of Europe“-Add-on vom renommierten Hersteller Flugwerk, der zuletzt mit der Austria Professional in allerhöchste Szenerie-Designer- Weihen aufstieg. Weil seit Monaten die Simmer darauf warteten, legten Tester und FXP-Produktion in der letzten Nacht vor dem Druck Sonderschichten ein.

Eigentlich sollte das ursprünglich mit dem Arbeitstitel „Streets Of Europe“ angekündigte Produkt als Kaufhausschachtel in den Läden viel früher erscheinen. Doch nachdem sich dann auch Raimondo Taburet unter dem – etwas irreführenden - Label „FSFreeware“ beeilte, möglichst als erster Anbieter Straßen für die heimischen Lande zu verkaufen und die Simmer mit der Produktreihe wenig zufrieden waren, entschied sich Flugwerk für Qualität und investierte noch mehrere weitere Monate Arbeit in das Produkt. Und – soviel vorweg: Das Warten hat sich gelohnt.

Heinz Rückeshäuser, der hinter Flugwerk stehende Designer, klärte FXP über die Probleme auf und schilderte dabei ganz ähnliche Aspekte, wie sie auch schon Holger Sandmann, Autor der Misty Fjords, zuletzt im Interview erläuterte: Alles hängt mit der Microsoft- Standardszenerie zusammen, und Microsoft hat bei den einzelnen Komponenten jeweils nur mit recht begrenzter Genauigkeit gearbeitet. Gestaltet ein Add-on nun die Straßenverläufe realistischer, so macht sich die ungenaue Platzierung der Microsoft-Gewässer und -Küstenverläufe bemerkbar: Straßen liegen eigentlich korrekt platziert, aber damit vielleicht eben auch in wenig genau platzierten Flüssen oder gar bereits im Meer.

Ein kaum akzeptabler Zustand. Raimondo Taburets Add-ons waren aus diesem Grund kaum brauchbar, und der Käufer war – in nicht ganz schöner Weise – gezwungen, weitere, das Wasser verbessernde Add-ons, zu kaufen. Flugwerk hat sich entschieden, hier keine halben Sachen zu liefern: Was eigentlich „nur“ als Straßen-Add-on gedacht war, machte damit auch eine umfassende Überarbeitung der Flüsse und Küstenlinien erforderlich.

Waren Straßen eigentlich schon im Oktober letzten Jahres umgesetzt, zeigte sich das nächste Problem: Neben dem allgemeinen Autogen hat Microsoft den großen Städten wie etwa Berlin, London... eigene Gebäude (Tower Bridge in London, Alex in Berlin... ) spendiert. Nur waren die auch wieder so ungenau platziert, dass abermals eine Überarbeitung erforderlich wurde: Die Siegessäule sollte schließlich nicht neben ihrem weltbekannten Kreisverkehr stehen, und der Big Ben war mitten in der nun korrekt verlaufenden Themse auch nicht schön. Ein solches Problem, wie es ähnlich auch die Real Germany - Serie hat, wollte Flugwerk den Simmern nicht zumuten: Wieder wurden Extraschichten zum Anpassen der Gebäude erforderlich.

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