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könnte ja eigentlich meinen, der Markt für General-Aviation
Flugzeuge im Flugsimulator wäre gesättigt, besonders
im Bereich der Einmotorigen. Immerhin tummeln sich dort mehr als
ein gutes Dutzend Payware-Flugzeuge unterschiedlichster Herkunft
und Ausstattung. Sieht man allerdings genauer hin, dann schrumpft
die Auswahl doch erheblich: Viele dieser Modelle sind bereits
zu FS2002 Zeiten entwickelt und dann nur FS2004-kompatibel gemacht
worden, oder aber es sind einfache Schul- und Trainingsflugzeuge
ohne aufwändige Avionik. Am oberen Ende der Skala aber, wo
es um ein schnelles modernes Flugzeug, komplett für IFR ausgestattet
mit moderner Avionik geht, da ist dann doch das Angebot dünne:
Fast alles, was bisher speziell für den FS2004 gemacht wurde,
war zu langsam bzw. zu schlecht ausgestattet. Im Prinzip muss
man bis zu Carenado´s Dakota bzw. der Dreamfleet C177 Cardinal
zurückgehen, um eine
schnelle Einmot zu finden – und auch dann war die Avionik
nicht wirklich überzeugend.
Ganz offensichtlich hofft Dreamfleet 2000 hier in eine Lücke
in dem doch eher enttäuschend schwachen Gesamtmarkt für
FS2004 Flieger zu stoßen: Mit der Bonanza A36 von Beechcraft,
dem einzigen derzeit in Produktion befindlichen Single-Engine
Modell des Herstellers, will man den Kunden den Griff zur Kreditkarte
leichter machen. Überzeugen sollen nicht nur geballter Einsatz
moderner Avionik mit komplettem Garmin GNS430 GPS und WX500 Wetterradar,
ein moderner 6-Sitzer mit 300PS, sondern auch ein neues Konzept
für das Paneldesign, die Sounds und die Konfiguration des
Fliegers. Keine Frage, Dreamfleet 2000 baut ein, was im Moment
neu und machbar ist. Aber ist das wirklich genug, geht das Konzept
auch auf?
Über
die Qualität des Bezahlsystems von Flight1 noch lobende Worte
zu verlieren hieße, Eulen nach Athen zu tragen. Für
2005 hat man den „Wrapper“, d.h. die Anwendung, die
Bezahlung, Lizenzierung und Registrierung regelt, nochmals überarbeitet.
Neu ist vor allen Dingen eine bessere Unterstützung von Benutzern,
die auf einem PC installieren, der nicht mit dem Internet verbunden
ist. Musste man früher noch mit Flight1 manuell eMails austauschen,
um an eine Installation zu kommen, so geschieht auch das nun automatisch,
damit ist man von unterschiedlichen Arbeitszeiten rund um den
Globus völlig unabhängig. Am Installationsprinzip selbst
hat sich nichts geändert: Bezahlt wird nach dem Download,
und lediglich das Key-File sowie die Kaufbelege wollen gesichert
sein, um auch später wieder neu installieren zu können.
Auf ähnlich hohem Niveau bewegt sich wie gewohnt die Dokumentation,
Dreamfleet/ Flight1 typisch wieder in grauer Schrift gehalten.
Den Geldbeutel des Users wird´s freuen, die heimische Tintenindustrie
dagegen in den Ruin treiben :-) . Ein ganz klein wenig ist aber
nach meinem Gefühl der Witz und der Charme d er
ersten Handbücher aus Lou Betti´s Feder verschwunden
– was aber der Qualität keinen Abbruch tut: Alles,
was man sich über die Bonanza an Informationen erhofft hat,
findet sich hervorragend aufbereitet wieder. Keine Frage, diese
Manuals sind die Referenz in der Flusi-Szene.
Ja, wo ist denn das Config-o-Matic hin?
Wer schon einmal ein Dreamfleet bzw. Flight1 Produkt gekauft hat,
der wird diese beiden Tools kennen: Text-o-Matic (T-o-M) verwaltet
und erzeugt die Bemalungsvarianten, Config-o-Matic ist für
die Konfiguration der Maschine zuständig. Bei der Bonanza
nun heißt es das erste Mal Abschied nehmen von der klassischen
Konfigurationslösung außerhalb des Flusi: Config-o-Matic
hat ausgedient, lediglich das To- M ist noch als Menüeintrag
vorhanden, zum Einsatz kommt wie bereits bei der B727 die neue
„aufgewertete“ Version von T-o-M. Benutzer, die nach
der Installation dieser neuen Flieger noch ein älteres Flight1/Dreamfleet
Flugzeug installieren, sollten daher aufpassen, dass ihnen nicht
T-o-M durch eine ältere Version überschrieben wird.
Im Zweifelsfalle kann man auf der Webseite von Flight1 die neueste
Version dieses Tools herunterladen.
Lesen Sie den gesamten Bericht in der aktuellen Ausgabe von FlightXpress
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