Nanu, Triebwerke in den Tragflächenwurzeln? Kommt Ihnen bekannt vor? So ähnlich ging es vielen, die die Tu-124 zum ersten Mal sahen, war die Ähnlichkeit zur De Havilland Comet trotz deren 4 Triebwerken doch frappierend. Aber wie so oft bei russischen Flugzeugmustern ist die Tu-124 nur äußerlich ähnlich, systemtechnisch aber signifikant unterschiedlich. Vor allem robuster und damit ideal auf extreme Wetterverhältnisse und zweitklassige russische Runways zugeschnitten. Dazu darf sich die Tu-124 rühmen, die weltweit ersten Turbofan-Triebwerke kommerziell eingesetzt zu haben.
Ganz im Gegensatz zur Comet, die wegen aerodynamischer Mängel und Materialermüdung schnell existentielle Probleme hatte, waren Tu-124 und ihr größeres Äquivalent Tu-104 zuverlässig und wartungsfreundlich Anfang der 70er Jahre im Alltagseinsatz. Außerhalb Russlands war die Tu-124 selten anzutreffen, Interflug und CSA hatten wenige Exemplare im Einsatz. Letztlich wurden nur 165 Maschinen gebaut. Hauptsächlich wegen Lärm und starken Vibrationen in der Passagierkabine wurden sie schnell durch die wesentlich fortschrittlichere Tu-134 ersetzt.
Expertenfusion
Wenn sich mit Mikhail Mitin (u.a. Soviet Classic Simulations Tu-134) und Dmitry Samborski (Samdim Tu-114, An-24, etc.) zwei etablierte Freewareautoren zusammenfinden, kann eigentlich nur Erfreuliches dabei herauskommen. Und so findet man dann auch ein sehr schönes Außenmodell mit rundum stimmigen Proportionen und vielfältigen Animationen vor. Nebst gigantischem Bremsschild und herrlich animiertem Bremsfallschirm fallen die Kabinenfenster auf. Bei entsprechendem Sonnenstand schließen die virtuellen Passagiere die Fenstergardinen auf der jeweiligen Seite.
Die Außenmodell-Texturen wirken sehr sauber, so wirkt das Flugzeug beinahe fabrikneu. Schade, ein paar Gebrauchsspuren würden den Charakter der Tu-124 noch mehr unterstreichen. Retrodesign ist momentan sehr angesagt, so fällt dann auch die 60er Jahre Bemalung der Aeroflot als besonders gelungen auf.
Nur mit 2D-Panel
Das 2D-Panel macht mit seinem tristen Schwarz einen zunächst wenig anheimelnden Eindruck. Der Reiz des Panel liegt im Detail der vielen authentischen russischen Instrumente im 60er Jahre Stil. Wie etwa Russischer Schnellkochtopf 03 | 2007 27 Entwickler: M.Mitin, D.Samborski et al Kompatibilität: nur FS2004 Pro & Contra: schönes Außenmodell, viele Details hohe Authentizität der Panels komplettes Navigationssystem umstrittene Flugeigenschaften Weblinks: http://tu-134.argo-khabarovsk.ru/files. html http://an24.uw.hu/doc/index.htm (Navigation) Tupolev TU-124 der beiden ADF-Einheiten. Zunächst muss ein grober Frequenzbereich gerastert werden, z.B. 280, 440, 600 KHz. Die fehlenden KHz werden dann mit einem zweiten Knopf dazugerastert.
Lesen Sie den kompletten Bericht in der aktuellen Ausgabe von
FlightXpress... |