Buschfliegen pur
Misty Fjords
Ein Bericht von Marc Störing

Wieso ich? Ich! Denn jetzt schon wieder. Ja, in den USA war ich schon häufig, und wer fliegt nicht gerne in Gegenden und Szenerien wie Megaszenerie LA oder FlyTampas Miami.
Aber jetzt? Alaska? Was soll das?

Hatte ich nicht zuletzt schon Zweifel, ob der Chef was gegen mich hat? Besser nicht gegen Raucher wettern? Oder einfach nicht sagen, ich könnte alles besser? Und, mein lieber Herr Kollege di Fusco ... „Ach ja, das kann ruhig der Störing machen?“ Danke auch! Und die Sache mit der Frostzulage fand die Buchhaltung des Verlages gar nicht gut.
Egal. Ich muss hin zum Test. Ich muss hin und will eigentlich nicht. Wie schön war es doch ... etwa in Flytampas Dubai. Oder auf den photorealistischen Balearen.

Unten werden die gelben Felder kleiner und der klare Himmel immer kälter blau. Mein PSS A330 befördert mich von Europa nach Alaska, und gedankenversunken starre ich auf das Primary Flight Display der Maschine. Mit jeden tausend Fuß kommt im Steigflug die Kälte Alaskas näher. Brrrr ... Können Tester in den Winterschlaf fallen? Die Maschine fliegt im Managed Mode dem frostigen Ziel entgegen. Zeit, mir auf der Karte anzuschauen, wo genau die Misty Fjords liegen. Aber erstmal einen warmen Schluck Tee nehmen. Ich starre zur Seite. Auf die kleiner werdenden Wolken.
Neulich auf den Balearen, da hatte ich so eine kleine Bucht entdeckt. Da mit der Sonne, und die Stewardessen aus der Maschine... am Strand...

Zurück zu Karte, jetzt geht die Arbeit los. Die Misty Fjords liegen in Alaska am Pazifik. Umgesetzt ist ein grob quadratischer Abschnitt um den Flughafen von Ketchikan. Insgesamt ist die Fläche rund 52.000 Quadratkilometer groß und damit größer als die Schweiz, wie der Hersteller FSAddon stolz verkündet. Auch wenn mein Zielflughafen Ketchikan sich als „international“ bezeichnet und sogar über ein ILS verfügt: Die Region ist extrem dünn besiedelt, größere Städte finden sich praktisch nicht. Hohe Berge, die sich meist auf 2000 bis 6000 Fuß erheben, kennzeichnen die Landschaft. Dazwischen frisst sich – beinahe von allen Seiten – das Meer tief in das zerbrechlich wirkende Land hinein. Unzählige Fjorde entstehen, und Küsten- und Uferlinien finden sich praktisch überall. Wo das Land endet und das Meer beginnt, ist gar nicht mehr zu erkennen. Fast scheint es, als wären Meer und Land eine Symbiose eingegangen. Sie verdrängen sich nicht mehr, sondern existieren gleichzeitig.

Endlose Weiten also. Die Männer, die dort fliegen, sind... Buschflieger. „Buschflieger“ - das neue en vogue Synonym für latent masochistische Dispositionen? Oder einfach... ganze Kerle? Kriegen Buschflieger vielleicht die ganzen Frauen?
Gut, Telefonnummer von Entwickler Holger Sandmann recherchieren und sofort anrufen. Das mit den Frauen muss geklärt werden...

Lesen Sie den kompletten Bericht in der aktuellen Ausgabe von FlightXpress...