| Wieso
ich? Ich! Denn jetzt schon wieder. Ja, in den USA war ich schon
häufig, und wer fliegt nicht gerne in Gegenden und Szenerien
wie Megaszenerie LA oder FlyTampas Miami.
Aber jetzt? Alaska? Was soll das?
Hatte ich nicht zuletzt schon Zweifel, ob der Chef was gegen
mich hat? Besser nicht gegen Raucher wettern? Oder einfach nicht
sagen, ich könnte alles besser? Und, mein lieber Herr Kollege
di Fusco ... „Ach ja, das kann ruhig der Störing machen?“
Danke auch! Und die Sache mit der Frostzulage fand die Buchhaltung
des Verlages gar nicht gut.
Egal. Ich muss hin zum Test. Ich muss hin und will eigentlich
nicht. Wie schön war es doch ... etwa in Flytampas Dubai.
Oder auf den photorealistischen Balearen.
Unten werden die gelben Felder kleiner und der klare Himmel immer
kälter blau. Mein PSS A330 befördert mich von Europa
nach Alaska, und gedankenversunken starre ich auf das Primary
Flight
Display der Maschine. Mit jeden tausend Fuß kommt im Steigflug
die Kälte Alaskas näher. Brrrr ... Können Tester
in den Winterschlaf fallen? Die Maschine fliegt im Managed Mode
dem frostigen Ziel entgegen. Zeit, mir auf der Karte anzuschauen,
wo genau die Misty Fjords liegen. Aber erstmal einen warmen Schluck
Tee nehmen. Ich starre zur Seite. Auf die kleiner werdenden Wolken.
Neulich auf den Balearen, da hatte ich so eine kleine Bucht entdeckt.
Da mit der Sonne, und die Stewardessen aus der Maschine... am
Strand...
Zurück zu Karte, jetzt geht die Arbeit los. Die Misty Fjords
liegen in Alaska am Pazifik. Umgesetzt ist ein grob quadratischer
Abschnitt um den Flughafen von Ketchikan. Insgesamt ist die Fläche
rund 52.000 Quadratkilometer groß und damit größer
als die Schweiz, wie der Hersteller FSAddon stolz ver kündet.
Auch wenn mein Zielflughafen Ketchikan sich als „international“
bezeichnet und sogar über ein ILS verfügt: Die Region
ist extrem dünn besiedelt, größere Städte
finden sich praktisch nicht. Hohe Berge, die sich meist auf 2000
bis 6000 Fuß erheben, kennzeichnen die Landschaft. Dazwischen
frisst sich – beinahe von allen Seiten – das Meer
tief in das zerbrechlich wirkende Land hinein. Unzählige
Fjorde entstehen, und Küsten- und Uferlinien finden sich
praktisch überall. Wo das Land endet und das Meer beginnt,
ist gar nicht mehr zu erkennen. Fast scheint es, als wären
Meer und Land eine Symbiose eingegangen. Sie verdrängen sich
nicht mehr, sondern existieren gleichzeitig.
Endlose Weiten also. Die Männer, die dort fliegen, sind...
Buschflieger. „Buschflieger“ - das neue en vogue Synonym
für latent masochistische Dispositionen? Oder einfach...
ganze Kerle? Kriegen Buschflieger vielleicht die ganzen Frauen?
Gut, Telefonnummer von Entwickler Holger Sandmann recherchieren
und sofort anrufen. Das mit den Frauen muss geklärt werden...
Lesen Sie den kompletten Bericht in der aktuellen Ausgabe von
FlightXpress...
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