FSD international Avanti
Der Learjet mit Propellern

Die Piaggio P180 Avanti gehört – zusammen mit der Beech Starship - sicherlich zu den auffälligsten und fortschrittlichsten Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt. Aber während die Leistungen und die kommerziellen Erfolge der Starship etwas hinter den Erwartungen blieben, mausert sich die Avanti mit der Zeit zu einem immer schnelleren und besseren Entwurf. Es war nicht von Anfang an so.

Ursprünglich wollte Piaggio zusammen mit Learjet so etwas wie einen „Learprop“ bauen. Die Amerikaner stiegen jedoch schon in der Entwurfsphase aus dem Programm aus und die Italiener führten die Entwicklung alleine weiter. Die Avanti stieg am 23. September 1986 zum ersten Mal in die Luft, dann dümpelte sie vor sich hin mit wenigen Verkäufen. Zeitweilig wurde die Produktion sogar eingestellt und die Avanti schien dasselbe Schicksal der Starship zu ereilen. Die Lage hat sich jedoch kräftig geändert, seitdem Piero Ferrari, ein Nachkomme aus der berühmten Rennwagen- Dynastie, die Geschäftsführung von Piaggio Aero übernommen hat. In den letzten Jahren läuft das Business deutlich besser, besonders auf dem amerikanischen Markt. Der schräge Vogel aus Genua ist endlich richtig flügge geworden und Kunden aus aller Welt entdecken die Vorzüge der Avanti: Sie fliegt so schnell und so hoch wie ein Business Jet, verbraucht so wenig Kerosin wie ein Turboprop, bietet eine erstaunlich große und leise Passagierkabine und strahlt das Flair der Exklusivität aus.

Eine einmalige Konstruktion
Es gäbe unheimlich viel über dieses außerordentliche Fluggerät, seine einmalige Auslegung als Dreiflächner, die spezielle Form von Rumpf und Triebwerksgondeln, über die ungewöhnliche Bauweise, die gedrosselten Turbinen, die speziell dafür entwickelten Propeller, die glänzenden Leistungen und die vielen, sehr interessanten Details zu berichten. Leider haben wir hier nicht genug Platz, um das alles zu erwähnen, so werfen wir sofort den Flugsimulator an und steigen in das Cockpit ein.

Die Avanti von FSD International ist als Online-Produkt auf der Homepage der Entwicklergruppe verfügbar. Nach der Bezahlung per Kreditkarte erhält man eine E-Mail mit einem Link für den erfreulich moderaten Download (22 MB). Die geringe Größe erklärt sich dadurch, dass in dem Paket nur eine Bemalung enthalten ist. Auf der Homepage von FSD stehen jedoch zahlreiche, recht farbenfrohe Varianten kostenlos zur Verfügung sowie ein Paint Kit. Wer es mag, kann auch eine CD-ROM mit dem Produkt bestellen.

Installation
Standardmäßig setzt das Installationsverfahren eine Internetverbindung voraus, um die Lizenz zu bestätigen und das Produkt zu aktivieren. Allerdings ist auch eine manuelle Installation für Computer ohne Anbindung an das Internet möglich. In diesem Fall muss der Anwender zwei Kennziffern an FSD schicken, die daraufhin zwei passende Freischaltcodes mitteilt. Egal, welches Verfahren verwendet wird, die Installation des Add-on ist an die Hardware- Ausstattung des Computers gebunden. Häufige Installationen oder ein Umbau der Hardware erfordern die Erneuerung der Aktivierung durch FSD.
Der Kopierschutzmechanismus von FSD hat regelmäßig für hitzige Debatten in vielen Foren gesorgt (siehe FlightXPress 2/2005). Es häufen sich die Hinweise, dass er in einigen Fällen irren und falschen Alarm auslösen könnte. Einige Käufer von FSD-Produkten haben sich daher darüber beschwert, dass sie angeblich schuldlos der Softwarepiraterie bezichtigt wurden und ihre ordnungsgemäß erworbenen Add-ons nicht mehr verwenden konnten. Diese Berichte scheinen potentielle Kunden abzuschrecken, wir konnten die regulär erworbene Avanti – es war also kein kostenloses Rezensionsexemplar – jedoch mehrmals ohne Probleme installieren.

Lesen Sie den gesamten Bericht in der aktuellen Ausgabe von FlightXpress