German Airports 2 - Hannover
Sieht einfach fantastisch aus

„Gerhard Schröder, Currywurst und Expo“ ergab mein erstes Brainstorming zu Hannover. Ach ja, der Flughafen: Als verschlafen kann das „norddeutsche Sprungbrett in die Ferien“ nun wirklich nicht gelten. Denn vom Billigflieger bis zum Jumbo hat der zuletzt von jährlich 5,6 Millionen Passagieren frequentierte Airport alles in seiner noch gar nicht so langen Geschichte zu bieten. Gut, Düsseldorf, so etwas wie das Sprungbrett des Ruhrpotts in die Ferien, hat zwar rund dreimal so viele Passagiere, aber eher noch als in dieser quantitativen Betrachtung hing Hannover so ein bisschen bei der Ausstrahlung nach.

Hannover
Denn der Flughafen hat in der Realität eher einen zweckdienlichen Charme. Wollte man dem Airport einen Gefallen tun und ihn einmal mit richtig großen, internationalen Drehkreuzen vergleichen, böten sich etwa Heathrow oder LAX an: zweckdienlich und viel Beton. Nicht der Charme, den in der Realität Charles de Gaulle oder gar Dubai verbreiten. Da überrascht es wohl nicht, wenn laut Wikipedia das bauliche Konzept der beiden heute noch benutzten Terminals aus dem Jahre 1973 auch als Basis für den internationalen Terminal des Moskauer Flughafens Scheremetjewo diente. Doch wen interessiert schon architektonischer Charme aus den 70‘ern, garniert mit einem Hauch „Ostblock“, wenn es von hier aus in die Ferien geht. Mit der grauen Tristesse ist in der Realität sehr geschickt verfahren: Der markante, orangene Tower und die ganz in rot gehaltenen Finger lockern die Fassade geschickt auf.

Ohnehin soll im vorliegenden Test die matte Ausstrahlung des realen Airports auf keinen Fall ein Präjudiz für das jüngste Add-on der German Airports sein. Eher im Gegenteil: Der subtile und dezente Charme eines etwas farbloseren Airports ist schwieriger einzufangen, als erfolgreich einen Wiedererkennungswert zu einem markanten und schreiend lauten, bunten realen Vorbild zu erreichen.

Kauf, Installation
Hannover ist der zweite, eigenständige Airport neben Frankfurt/Main aus dem Haus German Airports. Anders als EDDF vermarktet Aerosoft Hannover jedoch nicht als „Mega- Airport“ - bei beinahe nur einem Zehntel des Fluggastaufkommens von Hannover im Vergleich zu Frankfurt. Diese einzelne Vermarktung löste zunächst eine Kontroverse aus. Sicher: Damals war alles besser und aus Holz, und eine ganze Schachtel der German Airports kostete so viel wie heute ein einzelner Platz von den Designern. Dafür sind aber heute auch die Erwartungen der Simmer und der damit verbundene Aufwand ganz anders. Ohnehin könnte man es wohl hinsichtlich der Modalität der Veröffentlichung niemandem recht machen: Man stelle sich vor, eine solche Perle sei fertig und liege monatelang auf Halde, bis ein ganzes Komplettpaket von Airports fertig sei. Würden darüber die Simmer, und insbesondere die Hannoverfans, glücklich sein? Wenn fantastische Screenshots schon seit Monaten existieren, aber noch ein paar andere Flughäfen werden müssten?

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