Voted Best Freeware-Helicopter 2005!
Jordan Moores Bell 412 ST

Wer mich kennt weiß, dass ich kein großer Bell-Fan bin, aber es gibt seit kurzem eine Ausnahme: Die Bell 412 von Jordan Moore, die 2005 zum besten Freeware Add-on des Jahres gekürt wurde.

Der Bell 412 ist der jüngste Spross der berühmten „Huey“-Reihe und löste Vorgänger 212 ab, welcher noch das klassische Zweiblattrotorsystem aufwies. Seit Produktionsbeginn der Hueys wurden über 10’000 Maschinen in 26 Versionen gebaut, die insgesamt über 50 Mio. Flugstunden aufweisen. Die Bell 212 erhielt als wesentliche Änderung die Aufrüstung auf zwei Turbinen durch das kompakte „Twin Pack“ mit 1308 PS von Pratt & Whitney.

Beide Prototypen absolvierten ihre Erstflüge 1979. Der Typ 412 wurde im Anschluss einigenModifikationen unterzogen, wobei die geringe Fluggeschwindigkeit und Reichweite des Bell 212 verbessert werden sollte. Die Reichweite betrug nach der Vergrößerung des Tankvolumens von 814 auf schiere 1249 Liter sowie dem Einbau eines Reservetanks von 621 Liter neu ca. 700 Km.

Zu den bedeutendsten Entwicklungen der Bell 412 gehört jedoch der erstmals eingesetzte 4-Blatt-Hauptrotor. Dieser Paradigmenwechsel kam bei der Fachwelt sehr gut an, die sich schon länger einen leiseren Nachfolger mit weniger Vibrationen herbeisehnte. Ferner wirkten sich die so ebenfalls markant gedämpften Vibrationen auf Passagierkomfort wie auch auf die Lebensdauer vieler Komponenten vorteilhaft aus und auch die für Zweiblattrotoren fatale Gefahr des „Must Bumping“ war damit gebannt. Mit dem für die Hueys legendären wie unverkennbaren „Teppichklopfersound“ ist es dafür definitiv vorbei. Esfolgten einige Modifikationen, wesentlich darunter die Leistungssteigerung „Hot and High“ durch den Einbau des stärkeren PT6T-3BE „Twin Pack“ mit 1800 WPS und eines stärkeren Getriebes, was zu den Versionen 412SP (Special Performance) sowie der 412 HP (High Performance) führte.

Den Bell 412 jedoch nur als aufgemöbelten Huey zu betrachten, wäre eine grobe Fehleinschätzung: Es ist eine äußerst komplexe und zeitgemäße Maschine, die mit einem max. Startgewicht von 5398 Kg und mit einem nutzbaren Kabinenvolumen von 6,5 m3 so gut wie keinen Konkurrenten hat. Die Kabine kann in Kürze auf verschiedene Konfigurationen wie Personentransport mit 13 Sitzen, Lastenflug oder SAR umgerüstet werden.

Der Typ B412EP ist die aktuelle Produktionsversion. Von zentraler Bedeutung nebst der extremen Performance in jedem Klima und auf großer Höhe ist auch die Sicherheit. Alle wichtigen Systeme sind mindestens 2-fach vorhanden oder so isoliert, dass ein Ausfall durch interne Fremdstörungen praktisch ausgeschlossen ist. Das üppige Ausstattungsangebot wurde um die Geschäftsreise- bzw. VIPAusführung mit Lederausstattung im Innenraum sowie Räderfahrwerk erweitert.

Der Bell 412 von J. Moore
Die Bell 412 hatte J. Moore jedoch nicht von Anfang an geplant. Nach Abschluss seines Blackhawk Designs sollte eigentlich sein Bell Huey-Pack aktualisiert werden. Nach einigen Überlegungen blieb er bei der Bell 412 hängen, auch da er zu Recht feststellte, dass das Angebot von Freeware Bell 412 als im Netz mehr als dürftig war. Das Ziel war von Beginn an, einen möglichst realitätsnahen FSHeli zu entwickeln.

Die Verleihung des „Awards Freeware-Heli of 2005“ zeugt davon, dass dies absolut gelungen ist. Die exclusiv auf Hovercontrol.com verfügbare Installationsdatei umfasst 23 Mb und installiert sich selbst ohne Problem. Inzwischen ist bereits das zweite Update erschienen, das einige Bugs behebt und das Flugverhalten verbessert.

Total werden fünf Modellvarianten mit jeweiligen Repaints realer Betreiber aus den USA und Kanada sowie zwei Serienlackierungen von Bell geliefert. Zahlreiche Freeware Repaints sind bereits auf Hovercontrol.com erschienen. Um korrekt zu funktionieren, muss die Jordan’s Bell 412 von einem vorgespeicherten Flug (My Flights) geladen werden.



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