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eine neue Szenerie mit Foto- Bodentexturen den Weg auf den Markt,
ist es ein Ritual. Vorab-Screenshots machen den Simmern den Mund
wässerig. Es sieht phantastisch aus, und klar – irgendwie
ist es ja auch weniger Nachbildung als einfach ein Foto der Realität.
Dann kommt das Produkt. Interessierte Kunden kaufen und sind –
das kann gerade bei Aerosoft und der Real Germany erwartet werden
– begeistert. Doch jetzt kommt die Stunde der Skeptiker.
Denn, ach, unterschiedliche Jahreszeiten gibt’s ja doch
nicht, und die Szeneriegrenzen, also bitte, die sehen doch wirklich
nicht schön aus. Haben wir jetzt nicht eigentlich schon alles
über die Real Germany 3 gesagt?
Ok, versuchen wir doch noch einen richtigen Test.
Für 29,95 Euro vertreibt Aerosoft ab sofort die „Real
Germany 3 (Bayern)“. Die Szenerie deckt grob das Bundesland
Bayern bis knapp in die Nachbarländer hin ab, wobei ein deutlicher
Teil – Ost-Bayern
– leider fehlt. Nebenstehende Grafik illustriert die Abdeckung.
Die Szenerie kommt als Novum von Aerosoft auf einer DVD daher
– wer also (noch immer) kein entsprechendes Laufwerk hat,
(ist selber schuld und) kann das Produkt nicht nutzen. Neben einem
kleinen Handbuch gehört eine vierfarbige ICAO-Karte zum Lieferumfang.
An das abgedeckte Gebiet grenzen mit der „Switzerland Professional“
und „Austria Professional“ zwei sehr bekannte und
beliebte Szenerien an, zu denen Aerosoft Kompatibilität verspricht.
Installation
Aus etwa 2,7 GB Daten besteht die Szenerie – umgerechnet
wären also fünf CDs erforderlich. Da ist die Entscheidung
für eine DVD nur zu begrüßen: So bleibt ein nerviges
Discjockey-Spiel während der Installation dem Käufer
erspart.
Schaufelei
zeigt die Szenerie dann aber ein schwerwiegendes Problem: Scheinbar
auf Grund der extrem großen Anzahl der einzelnen, kleinen
Textur- Files bricht der Vorgang ab, sofern die Szenerie auf einer
Partition mit FAT-Dateisystem installiert werden soll. FAT, derzeit
in der Version FAT32, ist wohl immer noch das am meisten verbreitete
Dateisystem in der Computerwelt. Neben den alten und für
Spiele ungeeigneten Versionen von Windows NT bieten Windows 2000
und Windows XP auch das Dateisystem NTFS an – damit klappt
dann die Installation problemlos.
Insgesamt ist dieser Zustand recht misslich, zumal Aerosoft fälschlicherweise
„Dateisystem FAT32 oder höher“ als Systemanforderung
nennt. Einerseits genügt zwar ein einfache "convert
x: /fs:ntfs“ unter den genannten Windows-Versionen, um von
FAT32 nach NTFS zu konvertieren. Doch dauert dieser Vorgang je
nach Partitionsgröße extrem lang, auch ist danach noch
ein abermals sehr langwieriges Defragmentieren zwingend erforderlich.
Ernstere Hürden bildet NTFS aber insbesondere für Partitionen,
auf die zusätzlich noch ein anderes Betriebssystem als Windows
zugreifen soll. Schon aus Sicherheitsgründen raten immer
mehr Experten zu Linux, zumindest im Zweiteinsatz und insbesondere
für das Internet. Dank der bei allen großen Distributionen
sehr ausgereiften Installation ist das Einrichten einer zusätzlichen
Linux-Installation auf einem Windows-Rechner auch für Laien
kein Problem. Nur wenn dann NTFS als Dateisystem vorhanden ist,
kann Linux zunächst einmal auf diese Partitionen nichts mehr
schreiben. Übrigens kann nicht den tausenden Linux- Programmierern
die Schuld gegeben werden: Microsoft rückt – anders
als bei FAT - einfach nicht ausreichend Informationen zu NTFS
heraus.
Lesen Sie den gesamten Bericht in der aktuellen Ausgabe von FlightXpress
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