Der virtuelle Hangar
So baut man sein Panel um
(Eine Anleitung von Tim Dickens)

Da bekommt man ein neues, schönes Panel, das so ideal für das Lieblingsflugzeug wäre
- doch die eine oder andere Kleinigkeit, die aber natürlich ganz besonders wichtig, ja
unverzichtbar für Sie ist, fehlt natürlich....

Doch als FS98 Anwender - das ist einer der ganz großen Fortschritte des FS98 gegenüber früheren Versionen des Microsoft Flugsimulators - haben Sie jetzt die Möglichkeit, sich ihre Panels umzubauen, ja sogar Ihre eigenen Instrumentenbretter zu entwerfen. Und das, ohne spezielle Programmierwerkzeuge, Hex-Editoren und hochgradiges Wissen über Source Code Programmierung. Alles, was Sie benötigen, ist ein Texteditor, ein Programm zur Bitmapgestaltung und ein paar Tools zur Instrumentengestaltung. Und Sie sollten wissen, was Sie mit diesen Tools anfangen und was Sie in diese `Panel.cfg' Files, die wie eine Fluginstrumenteneinkaufsliste aussehen, hineinschreiben müssen. Und das wollen wir Sie hier lehren...

Denn so schwierig, wie das ganze auf einen ersten Blick in solch eine Panel.cfg-Datei zu sein scheint, ist es wirklich nicht. Im Gegenteil, hat man Grundsätzliches einmal begriffen, ist es fast schon „ein Klacks", sich ein FS98-Panel nach eigenen Wünschen umzubauen und auch die Neugestaltung ist gar nicht so kompliziert. Außerdem werden wir von FlightXPress Ihnen auch künftig dabei helfen. Denn dieser Artikel ist nur ein „Einstieg" in die Materie. In künftigen Ausgaben des Magazins werden wir Ihnen - in schöner Unregelmäßigkeit - immer wieder neue Tips und Tricks zum Umbau und zur Neugestaltung von verschiedenen Instrumentenbrettern für verschiedenste Flugzeugtypen bringen.

Dieser erste Artikel ist also als Basiskurs, als Einsteigerlektion gedacht und soll Sie in die ersten `Geheimnisse' des individuellen Umbaus und der Neugestaltung von Aircraft-Panels einführen. Doch gleich vorweg: Ich bin nicht der Papst des Panelbaues. Es gibt Paneldesigner, die bereits viel mehr geschafft haben als ich - und ich lerne ständig von ihnen. Ich bin jedoch im Bau von Panels ganz versiert und habe schon eine ganze Menge solcher Instrumentenbretter entworfen. Diese Artikelserie ist also nicht als die ultimative Anleitung zum Panelbau zu verstehen, sondern als ein Versuch, Sie, liebe Leser und Freunde des Microsoft Flugsimulators, an meinem bereits vorhandenem Wissen, an den kleinen `Geheimnissen' und allem, was ich künftig noch dazulernen werde, teilhaben zu lassen, damit Sie künftig noch mehr aus Ihrem Flugsimulator herausholen können.

In dieser ersten Folge will ich Ihnen das Panel als solches erklären, Ihnen zeigen, wie Sie die Instrumente plazieren, wie der FS98 diese Instrumente verwaltet, respektive liest, und wo die Fußangeln oder Fallen sind, in die man gerne hineinsteigt - was auch mir in der Vergangenheit nicht erpart blieb.

Doch ehe wir wirklich mit dem ersten Umbau eines FS98-Panels loslegen, stellen Sie sicher, daß Sie die nötigen Programme, die Sie zur Verwirklichung eines wirklich erstklassigen Jobs benötigen, zur Verfügung haben. Darum vorerst einmal:

Eine kleine `Einkaufsliste'

Sie benötigen einen Texteditor. Der in Windows inkludierte Editor oder das Wordpad reichen da völlig aus. Natürlich kann auch eine große Texverarbeitung wie WordPro oder ähnliches verwendet werden, doch - wozu? Es handelt sich bei den panel.cfg-Files immer nur um reinen ASCII-Text ohne Formatierungen, ein einfacher Editor ist daher nicht nur ausreichend, sondern sogar sicherer, ist man damit doch nicht versucht, Formatierungsbefehle einer Texverarbeitung anzuwenden, die später vom Programm nicht verstanden werden.

Als nächstes benötigen Sie, wie auch schon erwähnt, einen Bitmap-Viewer und Editor. Ich persönlich arbeite gerne mit dem PaintShop Pro, doch auch CorelDraw, Photoshop oder ähnliche Programme können verwendet werden, doch ist darauf zu achten, daß diese Programme die Bitmap-Farbskalen richtig auslesen können - Sie werden später verstehen, warum. Der PaintShop hat außerdem noch einen Vorteil: Er ist Shareware und damit weniger teuer. Für jene, die es damit probieren wollen: PaintShop Pro in der Version 5 kann von der Jasc-Homepage unter http://www.jasc.com heruntergeladen werden. Doch wie erwähnt: es handelt sich dabei um Shareware, nicht um Freeware. Um die Gebühr kommen Sie also nicht herum - doch das Programm ist diese Gebühr wert.

Dann sollten Sie der Microsoft Homepage einen Besuch abstatten und sich unter http://www.microsoft.com/games/fsim die neueste SDK (Software Development Kit) für den FS98 downloaden. Es enthält viele wertvolle Hinweise über die Gestaltung von Panels, Flugzeuge und andere Aspekte des FS98 und wird kostenlos abgegeben.

Praktisch ist außerdem die nette kleine Freeware Gaubmp von Chuck Dome, die unter http://home.att.net/~chdome/gau2bmp.zip zu finden ist. Mit ihr zusammen können im Paintshop dann auch die Farben der Instrumente geändert werden.

Ebenfalls von Chuck Dome, ebenso kostenlos und ebenso praktisch ist die Freewareutility Gaum98, mit der man das Auslesen verschiedener Instrumente durch den FS98 steuern und verändern kann und die unter http://www.home.att.net/~chdome/gaum98.zip erhältlich ist.

So, und das wäre schon alles, mehr brauchen Sie nicht.

Sehen wir uns nun ein Panel-Bitmap an

Panelbitmap für den LearJet 45 - das File finden Sie im Download - Bereich
Denn kennt man sich bei den Panel-Bitmaps nicht aus und will dennoch ein Panel bauen, so kommt man sich bald vor wie in einem abtreibenden Schlauboot auf offenem Meer mit einem Rudel Haien, die das Dinghy umkreisen - kurz: es wird wohl nichts...

Um Ihnen Panel-Bitmaps näher zu bringen, verwende ich nun das des neuen LearJet-Panels. Dieses Bitmap sehen Sie auf dieser Seite unten links und finden Sie als File auf unserer Homepage (http:www/flightxpress.de) zusammen mit dem nachfolgenden Panelbitmap der Cessna 182rg. Ich empfehle Ihnen, das Learjetpanelbitmap von unserem Server auf Ihre Festplatte zu speichern und in Ihr Zeichenprogramm zu laden - Sie werden mir leichter folgen können. Auf dem Bitmap sind vier Instrumente samt ihren Bitmapkoordinaten als Beispiel angeführt. Diese Koordinaten können Sie mit dem Cursor nachmessen. (ACHTUNG! Bei manchen Programmen ist es notwendig, die Maßeinheit von Zentimeter, Millimeter auf Pixel umzustellen!). Im PaintShop Pro verwenden Sie das `Eyedropper'-Icon aus der Toolbar und bewegen es zum gewünschten Punkt am Bild - im linken unteren Eck werden Ihnen dann die Koordinaten angezeigt. Werfen Sie nun einen kurzen Blick auf unser Programm Listing 1 auf der nächsten Seite (mehr über die korrekte Syntax und den Inhalt von Panel.cfg-Files erkläre ich später).

Ich höre Sie schon jubeln: „Hey, das ist einfach! Alles was ich tun muß, ist, den Instrumenten die Bitmap-Koordinaten zuweisen und das ist es". Nun, fast. Aber es ist leider doch nicht ganz so einfach. Wenn Sie meiner Empfehlung gefolgt sind und das File Panelbitmap-Leajet.bmp in Ihren PaintShop Pro oder Ihr Zeichenprogramm geladen haben, dann werden Sie (im PaintShop mit View | Image Information) feststellen, daß das Bild 1280 Pixel breit und 656 Pixel hoch ist (vom linken oberen Eck nach rechts, bzw unten gemessen). Sehen Sie sich nun das Panel.cfg-File für dieses Instrumentenbrett einmal an. Sie werden folgenden Text finden:

[Window01]
file=lear_main_panel.bmp
size_mm=1280
window_size_ratio=1.0
position-7
visible=1
ident=40

Hmm... Die Abmessungen des Panels sind mit 1280 mit denen des Bitmaps identisch. Ein Zufall? Nein, natürlich nicht. Ich habe dies absichtlich so gestaltet, denn es macht die Sache einfacher, wenn Sie die Breite des Panelbitmaps und die physische Breite des Panels am Bildschirm sofort in eine Relation zueinander bringen können, ohne einen Taschenrechner oder Rechenschieber verwenden zu müssen. Aber wenn Sie existierende Panels verändern wollen, hat der Programmierer der Panels es Ihnen vielleicht nicht so leicht gemacht.

Sehen Sie sich nun einmal das originale default Panel der Cessna 182RG in Ihrem Flugsimulator an. Sie finden es im Verzeichnis FS98\Aircraft\C182\Panel.rg und das File heißt - welch Überraschung - Cessna182.bmp. Laden Sie dieses File nun in Ihren PaintShop Pro und suchen Sie mit dem `Eyedropper' die Koordinaten der auf dem Bild angegezeichneten Stelle für das `Airspeed Gauge' (wenn Sie genau messen, sehen Sie, daß es 206 Pixel vom linken und 60 Pixel vom oberen entfernt ist). Als nächstes messen Sie die gesamte Bildgröße - sie beträgt 800x369 Pixel. Dann öffnen Sie das File Panel.cfg im Verzeichnis der Cessna (FS98\Aircraft\Ce182\Panel.rg und schauen Sie sich die angegebene Größe des Panels an. Sie lesen:

[Window00]
file=cessna182.bmp
size-mm=600
window_size_ratio=1.0
position=7
Visible=1
ident=0

Hoppla! Die physische Größe am Bildschirm ist 600 Einheiten und das Bitmap hat 800 Einheiten (Pixel) in der Breite? Warum haben die das gemacht?

Die Antwort ist einfach. Das Microsoft Designteam wollte vom Bitmap unabhängige Positionskoordinaten für die Instrumente schaffen, sodaß man die Pixelgröße des Hintergrundfiles (panel.bmp) beliebig ändern kann, ohne das dazugehörige panel.cfg-File umschreiben zu müssen. Das erlaubt einem, das Panel einfach zu unterteilen. Wenn Sie ein Panel kreieren wollen und in Ihrem Zeichenprogramm 100 Einheiten als Breite definieren, dann befindet sich ein Instrument, das Sie im dazugehörigen cfg.-File mit den Koordinaten 50, 0 spezifizieren, genau in der Mitte des Panels am oberen Rand. Ändern Sie nun die Größe des bmp-Files, brauchen Sie im cfg-File nur noch die Ratio in dem Verhältnis zu ändern, in dem Sie das neue bmp-File größer oder kleiner gemacht haben als das alte und müssen nicht die gesamten Instrumente neu plazieren.

Jetzt brauchen Sie - zumindest bei größeren Panelumbauten - einen Taschenrechner und jede Menge Papier für Notizen. Bei kleineren Änderungen geht's aber recht einfach. Und dies ist die Vorgangsweise in unserem speziellen Fall:
Errechnen Sie zuerst die Ratio (das Verhältnis) zwischen dem Panel im cfg-File und Ihrer Bitmap

600 (mm Größe) dividieren Sie durch
800 (Pixel Bitmapbreite) und erhalten
0,75 als Ratio (Verhältniszahl).

Auch ein mathematisch inkompetenter wie ich kann diesen Vorgang verstehen. Nun gehen wir zurück zum Cessna182.bmp, wo wir die korrekten Koordinaten für den Airspeed Indicator mit 206 von links und 60 von oben festgehalten haben (die Position eines Instrumentes wird übrigens immer mit der linken oberen Ecke des Instrumentes angegeben). Wir multiplizieren nun diese Koordinaten mit der Verhältniszahl:

206 Pixel mal 0,75 = 154,5 - Wir runden auf 155 auf.
60 Pixel mal 0,75 = 45

Nun öffnen wir mit dem Editor das originale Panel.cfg der Cessna 182rg und sehen uns an, was dort steht. Wir lesen beim vierten Instrument:

gauge04=Cessna-182.Airspeed, 155, 45

So einfach ist es. Fast zumindest. Denn eine Zahl haben wir jetzt nicht berücksichtigt. Die im cfg-File angegebene Verhältniszahl. Sehen wir uns die einmal an. Im panel.cfg der Cessna 182rg ist lesen wir:

Window-size-ratio=1.0

Kein Problem also. Das Verhältnis ist 1.0. Wir haben also richtig gerechnet und unser Instrument wird am richtigen Platz auftauchen. Doch nehmen Sie einmal an, irgendein sadistischer Designer eines Panels, in dem Sie ein Instrument austauschen möchten, hat aus einem nur ihm bekannten Grund den folgenden Eintrag für sein Panel festgesetzt:

Window-size-ratio=0,5

Wie müßte dann unsere Berechnung aussehen? Nun

206 x 0,75 x 0,5 = 77,25 - wir runden ab: 77
60 x 0,75 x 0,5 = 22,5 - wir runden auf: 23

Nun sind Sie für den nächsten Schritt genügend vorbereitet.

Kreieren oder Modifizieren eines Panelbitmaps

Gleichgültig ob man ein neues Panel für den FS98 kreieren oder ein bestehendes für Ihre Bedürfnisse modifizieren wollen, es ist entscheidend, daß Sie den Hintergrund, das Bitmap(bmp)-File, den `Körper' des Instrumentenbrettes, zuerst einmal modifizieren.

Dazu muß man aber einmal verstehen, daß `Hintergrund' exakt die richtige Bezeichnung für ein FS98-Panelbitmap ist. Denn es hat keinerlei Funktion, außer mehr oder weniger gut auszusehen. Denn sämtliche Funktionen eines fertigen Instrumentenbretts werden von den Instrumenten, den Schaltern, Messgeräten - den `Gauges' wie sie auf englisch heißen - die über die panel.cfg-Datei in das Bitmap-File plaziert werden, ausgeführt.

Kommen wir nach diesem Hinweis nun aber zu einem konkreten Beispiel. Wir werden das herkömmliche Instrumentenbrett der Cessna 182RG modifizieren indem wir ein hübscheres neues Panel für die ein und ausblendbaren Bendix/King-Funkgeräte entwerfen. Wie das Einsetzen der Instrumente funktioniert, lesen Sie dann später. Denn als erstes werden wir jetzt unser neues Hintergrundbitmap erstellen.

Wir beginnen damit, daß wir unser Zeichenprogramm - in unserem Fall ist es der PaintShop Pro - öffnen (welch Überraschung) und das Bitmapfile der Cessna (FS98\Aircraft\C182\Panel.rg\ Cessna192.bmp in das Programm laden. Doch halt. Bevor Sie loslegen, machen Sie sich noch eine Kopie. Arbeiten Sie bitte nie mit dem Original bmp-File, wenn Sie Modifikationen durchführen. Mit `Select All' im Menü `Selections' wählen Sie das gesamte Bild an.

Auf der Haupttoolbar des PaintShop wählen Sie nun `Copy' und schließen danach das Original wieder. Nun wählen Sie auf der Haupttoolbar `paste as new image' (als neues Bild einfügen) und schon haben Sie Ihr Arbeitsbitmap, das Sie nun unter `Custom_avionics.bmp' im Ordner FS98\Aircraft\C182\Panel.rg abspeichern.

Wir wollen in unserem Falle nur die in diesem Bild rot umrandete Zone neu gestalten, jene Zone also, in der derzeit die Motorinstrumente plaziert sind.

Diesen Ausschnitt wollen wir daher behalten. Den Rest lassen wir `verschwinden' - wir übermalen ihn einfach schwarz. Doch aufgepasst! Hier ist `echtes' Schwarz verlangt. Im PaintShop zeigt die RGB-Anzeige dabeii R 0, G 0, B0 der Indexwert hingegen ist 255 - die Farbe mit der Nummer 255 also (In vielen anderen Grafikprogrammen sind die Farben nicht nummeriert, sondern werden aus je 256 Abstufungen (0bis 255) der Farben Rot, Gelb und Blau gemischt. Schwarz hat dann die Werte R 255, G 255, B 255). Die Füllung der nichtbenötigten Fläche mit genau diesem Vollschwarz ist von essentieller Bedeutung und muß unbedingt beachtet werden. Der Grund: Dieses Schwarz wird durchsichtig! Es wir vom FS 98 nicht als Farbe anerkannt und nicht dargestellt. Wir arbeiten sozusagen mit einer Art `Bluebox' wie sie in TV- und Filmstudios oft eingesetzt wird, nur, daß die Farbe Blau beim FS98-Paneldesign durch das volle Schwarz ersetzt wird.
Die nichtbenötigten Flächen `übermalen' Sie am besten, indem Sie über den Großteil der nicht benötigen Panelfläche einfach ein Rechteck setzen und dieses füllen. Den Rest können Sie dann leicht händisch übermalen. Fertig? Sie sollten jetzt ein Panel auf Ihrem Bildschirm haben, das etwa so ausieht:

 

Was wir für unser neues Funkgerätepanel ebenfalls nicht brauchen, sind die Schatten der Gauges (sie dienen beim Originalpanel zur Verzierung, erhöhen die Tiefenschärfe), denn für unsere viereckigen Funkgeräte sind sie wertlos.
Kopieren Sie ein kleines Eck der des verbleibenden Panels in Originalfarbe, zum Beispiel das Rot eingerahmte in unserem Bild (im Heft) und fügen es über den Shadings immer wieder ein, bis Sie eine gleichmäßige, graue Fläche haben.
<-- Ihr Panel sollte nun so aussehen

Vergessen Sie bitte nicht, nochmals zu speichern, damit die Veränderungen, die Sie nun am File `Custom-avionics.bmp' - so haben wir es ja benannt auch bestehen bleiben. So, nun können wir weitermachen. Doch ehe wir unser neues Panel fertigstellen, ein bißchen Hintergrundinformation über...

Die Instrumente

Für unsere Zwecke reicht es vorerst einmal zu wissen, wie man die Gauges korrekt plaziert, ihre Größe festlegt und wie man sie optisch so verändern kann, daß sie den ästhetischen Ansprüchen genügen. Ich werde nicht auf die `Innereien' der Instrumente und das damit verbundene, komplexe HEX-Editieren eingehen. Denn - um ehrlich zu sein - davon verstehe ich derzeit nur so viel, daß ich Sie in ernsthafte Schwierigkeiten bringen könnte. Aber ich studiere gerade die Gauge SDK von Microsoft und hoffe, damit und vielleicht mit Hilfe einer guten Seele, die mehr davon versteht und mir da und dort auf die Sprünge hilft, Ihnen irgendwann in einer der nächsten Ausgaben auch darüber mehr erzählen zu können. Für diesmal aber wollen wir uns aber auf das vorhandene Wissen beschränken.

Das wichtigste, das Sie für den Panelumbau wissen müssen, ist, wie sie die Dimensionen und einige der sichtbaren Charateristika eines Instrumentes ändern. Dazu werfen wir einmal einen kurzen Blick auf die in der `Panel.cfg' verwendete Syntax .

Wenn Sie sich mein LearJet-Panel von unserer Homepage geladen haben, dann öffnen Sie nun das .cfg-File und sehen Sie sich den ersten Eintrag für die Warnlämpchen - die heißen im Englischen `warning enunciators' - an. (Listing Nr. 3 im Kasten `Programm-Listings für diesen Artikel'). Die ersten zwei Zahlen sind die Coordinatenangaben, wo das Instrument plaziert werden soll, die dritte Zahl in diesem String, dieser Befehlszeile, wird wichtig. Diese Zahl - `350' in meinem cfg.File für die LearJet Warning Enunciators - bezeichnet die Breite des Instruments in Millimetern. Diese Breite habe ich entsprechend dem Platz, den ich auf der rechten Seite des Panels dafür vorgesehen habe, festgesetzt.

Das ist der beste Weg, wie man seine Instrumente plaziert: Man legt fest, wo und wie groß man das Instrument haben will, zählt die Pixel am Panel und multipliziert, wenn nötig, wie schon beschrieben mit der Ratio-Zahl.. Die Größe muß man aber immer festsetzen, denn vergißt man darauf, wendet der FS98 die `Default Size', also die voreingestellten Werte ein. Die jedoch - gibt es nicht! Damit kann passieren, wenn Sie diesen Wert nicht eintragen, daß Sie dann plötzlich vor einem mikroskopisch kleinen Instrument sitzen, aber auch, daß das Instrument, wie das Auge eines Zyklopen Ihr ganzes Panel ausfüllt.

Was Sie noch wissen müssen, ist, daß die Größe der Instrumente, wie Sie sie auf dem Panel dann sehen, nicht der Größe des Platzes entspricht, den sie einnehmen. Um das zu veranschaulichen, gehen wir noch einmal zum Standardpanel der Cessna 182RG zuück. Im ersten Bitmap des Cessna Panels auf Seite 56 sehen sie, daß der Koordinatenschnittpunkt (er bezeichnet die linke obere Ecke des Instruments) des Airspeed Indicators etwas außerhalb des sichtbaren Instruments liegt. Mit Hilfe von Chuck Domes Programmutility `Gaubmp' werden wir jetzt das Instrument kurz `zerlegen', damit Sie verstehen, warum das so ist.

 
Im Verzeichnis FS98\Gauges finden Sie das File `Cessna- 182.Airspeed.gau. Kopieren Sie dieses File in ein Arbeitsverzeichnis oder in das Directory von Gaubmp. Arbeiten Sie bitte - frei nach dem Motto „Sichere zeitig und oft" - nicht mit dem Original! Nachdem Sie also das File kopiert haben, öffnen Sie das Programm Gaubmp und wählen Sie das kopierte File des Airspeed Indicators aus. Haben Sie das getan, öffnet das Programm ein Fenster (Bild links) mit verschiedenen Wahlmöglichkeiten.
Sie erhalten darin die Information, daß das geöffnete .gau-File vier komprimierte Bitmaps enthält und werden aufgefordert, die Nummer des Bitmaps, das Sie bearbeiten wollen, einzugeben. Wissen Sie diese nicht, können Sie mit `View Bitmap' die enthaltenen Bitmaps ansehen. Allerdings - wie Sie auf unserem nächsten Bild sehen können - werden die Farben dabei nicht korrekt ausgegeben. Doch zum Ansehen und Auswählen reicht es.

Wir wollen in unserem Fall einmal gleich das erste Bitmap `bearbeiten'. Wir gehen also mit `return' wieder zum Einstiegsbildschirm zurück, geben dort die 1 in das vorgesehene Kästchen ein und klicken dann den Button `convert to bmp' an. Sie werden daraufhin aufgefordert, dem entstehenden File einen Namen zu geben (z.B.: Test.bmp), tun sie dies, wählen sie danach den Button `convert', schließen Sie Gaubmp und öffnen Sie den PaintShopPro (oder das von Ihnen verwendete Zeichenprogramm). Mit diesem können Sie nun das convertierte File öffnen....

So sieht es aus, das bmp-File des Airspeed-Gauge. Beachten Sie die Schrauben in den drei Ecken und den quadratischen Hinterrund. Messen Sie das ganze mit dem PaintShop aus und Sie werden erkennen, daß die linke obere Ecke des Hintergrundes ganau auf den angegebenen Koordinatenschnittpunkt gehört. Stellen Sie jetzt einmal die Farbe des Hintergrundes mit dem PaintShop fest. Sie erhalten als Ergebnis der Farbmessung R=0, G=0,B=0. Das Feld ist also Schwarz. Die `geheime', unsichtbare Farbe des FS98, die Transparenz verursacht. Sie sehen daher, ist das Instrument einmal im Panel eingebaut, nur die Schrauben, sowie das eigentliche Instrument, nicht aber die umgebende schwarze Fläche, auf der das Instrument gezeichnet ist. Ein Problem beim Panelumbau besteht nun darin, daß die Größe dieser schwarzen Fläche nicht standardisiert ist, das heißt, daß Sie manchmal bei Instrumenten experimentieren müssen, bis Sie das Ding dann auch dort haben, wo Sie es haben wollen.

Wenn Sie auf diese Art mit dem PaintShop und der Instrumentenutility `Gaum98' vorgehen, dann können Sie das Aussehen Ihrer Instrumente, speziell die Farbgebung, nach Ihren Wünschen verändern. `Gaum98' benötigen Sie, um das geänderte Gauge-Bitmap dann wieder in ein Instrument umzuwandeln (Das Programm haben Sie sich sicherlich auch schon auf Ihren Rechner geladen. Ich werde aber nicht näher auf diese Utility eingehen, da sie ganz, ganz einfach bedienbar ist und sich selbst erklärt).

Machen wir jetzt unser neues Cessna-Panel fertig

Setzen wir nun dort fort, wo wir aufgehört haben. Sie haben Ihren Bitmap-Hintergrund neu gemacht und Sie verstehen nun, wie man Instrumente im FS98 plaziert. Also dann, geh'n wir's an:

* Öffnen Sie mit dem Texteditor das File panel.cfg im Verzeichnis FS98\Aircraft\C182\Panel.rg\ und suchen Sie dort die folgende Stelle:

[Window01]
file=Radio-Stack-bg.bmp
size-mm=170
window-size-ratio=1.0
position=8
visible=0
ident=50

Setzen Sie nun vor jede dieser Zeilen einen Beistrich. FS98 wird die Einträge daraufhin ignorieren, Sie aber können im `Ernstfall' - man weiß ja nie - durch Löschen der Beistriche und des von Ihnen eingefügten Textes (zu dem kommen wir gleich) die ursprüngliche Konfiguration wieder herstellen.

* Direkt unterhalb der obigen Stelle finden Sie alle im originalen Funkpanel enthaltenen Instrumente. Verfahren Sie hier genauso wie eben beschrieben und setzen Sie vor jede der Zeilen einen Beistrich, um sie für das Progamm ungültig werden zu lassen.

* Nun tragen Sie unterhalb das `Listing 4' aus dem Kasten `Programmlisting für diesen Artikel' ein - doch Achtung, vertippen Sie sich nicht!

Beachten Sie, daß wir das Panel-Fenster für die Funkinstrumente auf eine Breite von 600 mm eingestellt haben - auf dieselbe Breite also, wie das Hauptinstrumentenbrett, dessen Originalposition auch beibehalten wurde. Schließlich sind wir ja vom Hintergrund des Hauptinstrumentenpanels ausgegangen und haben nur den Teil, den wir für unsere Funkinstrumentengruppe benötigen, nicht mit der Farbe Schwarz unsichtbar gemacht. Für den FS98 nimmt unser neues Panel damit zwar die volle Breite ein, ist jedoch nur zu dem kleinen Teil sichtbar, den wir für unsere Funkinstrumente vorgesehen haben.

So, das wär's auch schon. Die neue Avionics-Gruppe ist fertig. Wenn Sie nun den FS98 starten und die Cessna 182RG als Flugzeug auswählen, dann sehen vorerst das übliche Panel. Drücken Sie jetzt den Schalter "Avionics" und Ihr Panel sieht so aus:

Die Motoreninstrumente sind verschwunden und durch die Funkgeräte ersetzt, die jetzt jedoch nicht mehr in einem eigenen Fenster, das über dem Panel geöffnet wird und unter dem Teile der darunterliegenden Instrumente hervorschauen, plaziert, sondern in das Instrumentenbrett fest eingebettet sind und mit diesem zusammen auch verkleinert oder vergrößert werden. Und natürlich können Sie durch nochmaliges Drücken des `Avionics'-Buttons wieder zu Ihren Motoreninstrumenten zurückkehren.

Dies war nur eine Übung

Sie werden jetzt vielleicht sagen `Big deal', das kann man doch anders fast ebenso hübsch und einfacher erreichen. Zum Beispiel durch exaktes Anpassen und Positionieren des Fensters der Funkgeräte. Das stimmt - auch wenn es weniger `elegant' ist. Dieser Umbau sollte aber eigentlich auch nur eine kleine Übung sein, um Ihnen zu grundsätzlich zu zeigen, wie's gemacht wird. Denn unter Einhaltung der hier gegebenen Richtlinien können Sie nun jedes Instrumentenbrett umbauen, nicht nur das der Cessna. Und in künftigen Ausgaben des FlightXPress werden wir Ihnen noch viele weitere Beispiele bringen, wie sie Panels umbauen, Instrumente an Ihre Ansprüche (oder Flugzeuge) anpassen und/oder überhaupt neu kreieren. Und spätestens dann werden Sie das hier gewonnene Wissen benötigen. Damit Sie aber jetzt schon etwas mehr damit anfangen können, möchte ich Ihnen noch einiges über das File, in dem die Instrumentenbretter für die einzelnen Maschinen definiert sind, nahebringen.

Das Panel.cfg - File

Außer, wie man dieses File editiert, um Instrumente zu plazieren, sollten Sie noch einige grundsätzliche Informationen über diese Datei haben. Für die folgenden Erklärungen verwenden wir nun das neue LearJet-Panel als Beispiel.

In einem Panel.cfg-File findet man vier Hauptsektionen:

* Die Definition der, im Panel vorhandenen Fenster ( Die Spezifikationen für jedes der Fenster mit den darin ent- haltenen Instrumenten
* Die Farbspezifikationen
* Die voreingestellte Fenstergröße

Sektion Eins - die Definition der Fenster

In diesem ersten Teil sollte man auf gar keinen Fall Fehler machen. Denn die Fenster sind das Erste, das der FS98, wenn die Flugzeugtype aufgerufen wird, lädt. Und Sie können bis zu 64 verschiedene Fenster in einem einzigen Panel verwenden - wirklich! Sie müssen sie nur definieren und von 00 bis 63 durchnummerieren. Nachfolgend als Beispiel die Definition der Fenster des LearJet-Panels, das aus drei Fenstern aufgebaut ist:

[Window Titles]
window00=Learjet Posts
window01=Main Panel
window02=Upper Panel

Die Beschreibungen nach dem `=' Zeichen entsprechen genau denen, die Sie beim Aufrufen des Menüs Sichten | Instrumente im FS98 finden werden. Vertippen ist hier nicht schön, aber nicht wirklich gefährlich. Gefährlicher ist es da schon, die Fenster falsch zu numerieren. Die einzelnen Fenster werden nämlich genau in der Reihenfolge geladen, in der sie hier numeriert sind. Wenn also das Window01 so konzipiert ist, daß es Teile des Fensters 00 abdeckt, dann sieht man diese Teile nicht. Dies kann dann - wie wir es bei unserem kleinen Übungsbeispiel getan haben - für zwei umschaltbare Instrumentengruppen verwendet werden (wie die Umschaltung bewerkstelligt wird, erkläre ich Ihnen in einer späteren Ausgabe des FlightXPress). Wollen Sie aber ein zusätzliches kleines Instrument oder eine grafische Verzierung auf dem Panel in einem eigenen Fenster unterbringen, dann ist es wichtig, daß Sie dieses Fenster nach dem Panelfenster laden, auf das Sie das neue Fenster setzen wollen, denn sonst wird es überdeckt.

ACHTUNG! AUFGEPASST! WICHTIG!

Wenn Sie in Sektion 1 ein Fenster definiert haben, dann MUSS es in Sektion 2 auch enthalten sein. Ist es das nicht, kommt es zu einem ERROR - also einem Fehler - des Flugsimulators. Das Programm stürzt dann ab.

Sektion zwei - Spezifikation der Instrumente

Hier werden nun die Hintergründe der verschiedenen Fenster des Panels und die Instrumente, die in diese eingesetzt werden, definiert. Beispiel für das LearJet Panel:

[window00]
file=Learjet_posts.bmp

Diese Zeile ruft das zu korrekte Panel.bmp, also den Hintergrund des Panels auf, den Sie vorbereitet haben und den der FS98 verwenden soll.

ACHTUNG! AUFGEPASST! WICHTIG!

Ist der Name des Panel-Files nicht korrekt angegeben (z.B. falsch geschrieben) oder das File nicht an seinem Platz (FS98\Aircraft\MeinFlugzeug\Panel.rg\), kommt es garantiert zum Absturz des Programmes, wenn der FS98 versucht, das Panel zu laden.

NOCH EIN WICHTIGER HINWEIS:

Verwenden Sie zum Entpacken gezipter FS98 Files nur 32-Bit zip-Utilities, da es anderenfalls vorkommen kann, daß Filenamen mit über acht Zeichen Länge nicht korrekt übernommen werden und es auch zu Änderungen der Zeichen kommen kann. Ein Filename ABCDE_FGH_IJ.bmp kann dann in ABCDEF~1.bmp geändert werden. Effekt ist natürlich, daß der FS98 das File nicht findet und Fehlermeldungen abgibt oder abstürzt. Dies ist bei der Neuinstallation von Zusatzpanels zum FS98 einer der am häufigsten vorkommenden Fehler.

 

Die Instrumente müssen in den Abschnitten für ein Fenster jeweils aufsteigend von 00 bis 63 durchnumeriert sein. (Ja, Sie können 64 Instrumente in jedes Fenster, das sie in einem Panel verwenden, einbauen. Damit könnten Sie - theoretisch - über 4000 Instrumente oder auch Verzierungen plazieren...) Die aufsteigende Numerierung ist wichtig und darf nicht unterbrochen werden. Wird sie es, lädt der FS98 die nachfolgenden Instrumente nicht mehr in das Panel. Wichtig ist bei der Syntax noch, daß Sie in der Sequenz
gauge00=Mygauge-etc.etc
keine Abstände (Leerzeichen) machen und auch die File-Extension .gau NICHT verwenden. In dem Teil des Befehlsstrings, der die Positionierung und die Größe des Instrumentes betrifft hingegen, dürfen dann auch Leerzeichen verwendet werden.

Sektion drei - Die Farbeinstellungen

Sie finden unterhalb des Einleitungsstrings
[8-Bit Colors]
eine aus 32 Farben bestehende Palette. Dies sind die Farben, die der FS98 verwendet. Haben Sie nun in Ihrem Bitmap eine Farbe verwendet, die hier nicht gelistet ist, ersetzt der Flugsimulator sie durch eine der gelisteten Farben. Dies kann unter Umständen dazu führen, daß das eine oder andere Instrument nicht mehr gut lesbar ist oder schlecht dargestellt wird. Wenn Sie solch einer Situation begegnen, haben Sie die Möglichkeit, die Farbpalette auf bis zu 64 Farben zu erweitern, das heißt, zusätzlich zu den 32 bereits vordefinierten Farben, weitere 32 Farben selbst zu definieren und hinzuzufügen.

Die Definition der Farben erfolgt in RGB, also Rot-, Grün- und Blauschattierungen, wie sie auch der PaintShop Pro verwendet und wie sie in jedem Zeichenprogramm auch einstellbar sind. Jede Farbe wird also aus diesen drei Farben `abgemischt'. Verwenden Sie nun eine Farbe, die der FS98 nicht richtig darstellt, dann messen Sie deren Farbwert im PaintShop einfach nach und tragen Sie den dort ermittelten RGB-Wert einfach als neue Farbe ein. Sie wollen z.B. etwas genau in einem eigens entworfenen Zwischenton zwischen Violett und Lila darstellen, haben diese Farbe für Ihr Panel im Paint Shop verwendet und ihre Werte R 200, G 150, B195 ermittelt. Sie brauchen diese Farbwerte nun nur noch einzutragen, das heißt, am Ende der Farbliste hinzuzufügen. Wobei die Syntax einfach ist: Sie tragen die Werte in der Reihenfolge R,G,B, immer durch einen Beistrich und Leezeichen getrennt, ein:

[8-Bit Colors]
color00= 66, 70, 93
.....
.....
color32= 66, 66, 66
color33= 200, 150, 195
Ist wirklich nicht allzu schwer, oder?

Sektion Vier - Die eingestellte Fenstergröße

Dieser Abschnitt läßt sich ganz schnell abhandeln. Hier wird nur die Position und die aktuelle Größe des Sichtfensters nach Draußen definiert. Dies hat den Sinn, daß man bei sehr großen oder sehr kleinen Instrumentenbrettern dann das Sichtfenster nicht jedesmal nach dem Start in seiner Größe ändern muß, sondern, daß dies automatisch geschieht.

Für den Anfang ist's genug

In diesem Artikel haben Sie nun einiges über die Grundlagen der Panelgestaltung erfahren und sollten nun in der Lage sein, sich das eine oder andere Flugzeugpanel nach ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen umzugestalten. Alles können Sie damit selbstverständlich noch nicht verändern und natürlich können Sie mit diesen wenigen Informationen noch kein ganzes Panel selbst entwerfen. Doch für einen Einstieg in die Panelgestaltung sollte es erst einmal ausreichen.
In künftigen Ausgaben des FlightXPress werde ich dann tiefer in die Materie vorstoßen und Ihnen mehr über die Umgestaltung eines Instrumentenbrettes und auch über die Gestaltung von Intrumenten selbst und deren Konstruktion erzählen. Und vielleicht werden Sie irgendwann einmal ein Foto wie dieses unten (es stammt aus einem LearJet) als Vorlage nehmen, um Ihr eigenes, noch perfekteres LearJet-Panel selbst zu entwerfen.

Programmlistings zu diesem Artikel

Listing 1

gauge04=SF3ee.Altimeter, 511, 219, 115
gauge05=767ee.STBATT, 663, 221, 115
gauge06=REALLEAR_45.Airspeed, 814, 219, 115

Listing 2

gauge04=Cessna_182.Airspeed, 155, 45

Listing 3

gauge00=Lear_45.Warning_Ennunciators, 844, 300, 350

Listing 4

[window01]
file=Custom_avionics.bmp
size-mm=600
window_size-ratio=1.0
position=7
visible=0
ident=50
gauge00=Bendix_King_Radio.Nav-Comm_1, 427, 80, 165
gauge01=Bendix_King_Radio.ADF, 427, 163, 165
gauge02=Bendix_King_Radio.DME, 427, 131, 165
gauge03=Bendix_King_Radio.Xpndr, 427, 197, 165
gauge04=Bendix_King_Radio.AP, 427, 41, 165


Erläuterungen zu den Einträgen in Sektion zwei des Panel.cfg

size_mm=1280
Setzt die physikalische Breite (virtuell) der gesamten Fläche des Instrumentenbrettes fest.

Window_size_ratio=1.0

Optionale Möglichkeit, die Größe des Fensters zu skalieren. Ist nichts angegeben, wird vom FS98 automatisch eine Ratio von 1.0 angenommen.

Position=2
Die Position des Fensters am Bildschirm. Der Bildschirm ist dabei in 9 Segmente unterteilt, die angewählt werden können. Sie sind als folgende Positionen definiert:

0=oberes Drittel, linke Ecke 1=oberes Drittel, Mitte 2=oberes Drittel, rechte Ecke
3=mittleres Drittel, linke Ecke 4=mittleres Drittel, Mitte 5=mittleres Drittel, rechte Ecke
6=unteres Drittel, linke Ecke 7=unteres Drittel, Mitte 8=unteres Drittel, rechte Ecke

Jedes, in einem Panel definierte, zusätzliche Fenster kann natürlich im FS98 gelöst, verschoben und in seiner Größe verändert werden.

visible=1
Dieser Parameter gibt an, ob das Fenster beim Aufruf des Panels sichtbar sein soll oder nicht. 1=Sichtbar, 0=Verborgen. Ist nichts vorgegeben, nimmt der FS98 `1' als gegeben an und zeigt das Fenster.

ident=10
Ist eine Kennzahl für das Panelfenster, die der Anwender/Programmierer vergeben kann. Sie ist bei umschaltbaren Panels/Instrumenten teilweise sehr hilfreich.

gauge00=767ee.Wiskey_COMPASS, 1200, 125, 90
Das erste Instrument mit Positions- und Größenangabe

gauge01=Citation_7Temp, 1206, 177, 90
Das zweite Instrument mit Positions- und Größenangabe...