Add-on Szenerien im FSX

Er ist gelandet und der erste Eindruck steht. Trotzdem kommt in den nächsten Monaten viel Arbeit auf Simmer wie Designer zugleich zu: Welche Szenerien sind eigentlich kompatibel? Was muss angepasst werden? Wo zeichnen sich Probleme ab?

Sicher: So langsam, wie der ziemlich performancehungrige FSX auf aktuellen Rechnern läuft, mag so mancher – auf flüssiges Fliegen bedachte – Simmer kaum an Add-ons denken. Andererseits ist der FSX stellenweise einfach kein Genuss: Auch wenn das Mesh wirklich angenehm aufgelöst ist, wirken etwa insbesondere flache Regionen in Deutschland ziemlich kahl und monoton, und überhaupt sehen die Bodentexturen häufig ziemlich schrecklich nach Wüste aus. Kurz: Der FSX bietet out-of-the-box schon eine Menge im Bereich der Szenerien, aber ohne Add-ons wird der anspruchsvolle Simmer kaum zufrieden sein. Grundsätzlich laufen viele Add-ons bereits im FSX. Wir erklären, wo dennoch Probleme liegen und was verschiedene Hersteller planen.

Was ist kompatibel?
Auch wenn der FSX auf den ersten Blick doch eher wie eine Evolution aussieht, haben sich unter der Haube grundlegende Techniken geändert. Der FSX arbeitet weiterhin mit den bekannten Kategorien: Meshdaten zur Darstellen eines virtuellen Drahtmodells zur Gestaltung der Höhenzüge, Texturen als über das Meshmodell geklebte „Tapete“ und schließlich Landklassen-Informationen, die festlegen, welche „Tapeten“ überhaupt wo zum Einsatz kommen. Was jedoch Darstellung und Management des gesamten Landschaftsbereichs betrifft, hat sich an diesen grundlegenden Säulen doch einiges getan.

Schon vor Erscheinen der endgültigen Version zeigte ein Blick in die Dateistruktur der Demo, dass sich zur mitgelieferten, fotorealistischen St. Marteen einfach keine traditionellen Texturen finden lassen wollen. Tatsächlich ist es seit dem FSX möglich, die zahllosen kleinen Texturdateien direkt in eine einzelne BGL-Datei zu integrieren. Microsoft wendet damit endlich einen Trick an, den etwa Fly! schon vor rund sieben Jahren gezeigt hat: Der Zugriff auf zahlreiche einzelne Dateien bremst eine Anwendung erheblich aus, denn jedes Mal muss die Festplatte zwischen dem „Inhaltsverzeichnis“ der Partition und den eigentlichen Dateien springen. Während NTFS als Dateisystem immerhin in Grenzen besonders kleine Dateien direkt in dieses Inhaltsverzeichnis aufnehmen konnte, zeigten in der Vergangenheit verschiedene Szenerien, dass insbesondere das ältere Dateiformat FAT bei mehreren tausend Dateien an seine Grenzen stößt. Dank des Kniffes des FSX, diese Dateien nun zu einer zusammenzufügen, dürften diese Probleme der Vergangenheit angehören. Auch dürften Fotoszenerien nun insgesamt performanter laufen. Dabei war der Schritt aber auch dringend erforderlich, denn betrug die maximale Texturauflösung im FS2004 knapp 5 Meter pro Pixel, sind im FSX nun bis zu 7 Zentimeter möglich.

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