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ein neues Produkt, testet man es gerne. Zeigt sich jedoch schon
beim ersten Blick, dass es recht unfertig ist, wartet der Tester
gerne: Wahrscheinlich lohnt es sich, und später darf dann
über ein richtig gutes Add-on – oder in diesem Fall
über einen ganzen Simulator – berichtet werden. Zeigt
sich aber beim ersten Blick ein dermaßen unfertiges Produkt,
das den Käufer nachhaltig enttäuschen könnte, muss
der Tester doch wieder zur Tat schreiten. X-Plane 8.01 ist derzeit
leider noch in einem solchen Status.
Schon häufiger haben wir es erklärt: Die Arbeit am
alternativen Simulator der Firma Laminar Research geht sehr linear
voran. Anders als beim MSFS erscheint XPlane nicht selten - aber
mit großen Versions- und Techniksprüngen - , sondern
recht häufig und mit meist nur kleinen Verbesserungen.
Das
ist für die Fans eine tolle Sache, denn auch über kleine
Veränderungen an seinem gern gemochten Programm freut sich
jeder Fan. Allein schon das Gefühl „es tut sich immer
was“ gefällt schon den Fans. Da der Entwickler Austin
Meyer aber aus verständlichen Gründen nicht nur von
kostenlosen Updates leben kann, erhöht er ab und an die „große“
Versionsnummer: die vor dem Komma. Und eine solche Version kostet
dann für Besitzer der alter Version wieder einmal Geld.
Soweit, so gut. Aber dass eine solche, neue, kostenpflichtige
Version doch auch ein paar grundlegend neue Features bringen sollte,
sieht auch Austin ein. Und da liegt wohl schon das Problem erklärt:
Kurze Entwicklungszeiten und grundlegend neue Funktionen vertragen
sich nicht gut. Nicht, dass Austin und sein Team aus Freunden
weniger schaffen würden oder schlechter arbeiten würden.
Aber weil X-Plane sich eben
nicht zwei Jahre ohne Lebenszeichen bis zur neuen Version Zeit
lässt, erscheinen dann einfach die Arbeiten eher –
und entsprechend (noch) unfertig. Die Erfahrung hat gezeigt, dass
in der Zukunft sehr wohl die neuen Funktionen einen ausgereiften
Zustand erreichen werden. Doch da ist X-Plane 8 derzeit noch nicht
angekommen. Doch nach den ersten, frühen Gesamtwertungen
nun erst einmal eine Bestandaufnahme.
Linux
Nicht weniger als eine Sensation ist es wohl zu nennen, dass X-Plane
ab sofort für das immer mehr Anhänger findende Betriebssystem
Linux verfügbar ist. Egal ob Dialer, Viren oder Browser-Sicherheitslöcher:
Der Ruf von Windows könnte kaum schlechter sein. Linux erfreut
sich spürbar wachsender Beliebtheit, und für Aufsehen
sorgen die Beschlüsse der Stadt München, tausende Computer
in der Stadtverwaltung auf Linux umzusatteln.
Die Entscheidung, X-Plane auch für Linux anzubie ten,
dürfte für beide Seiten einen Gewinn darstellen. Linux
erfährt eine kleine punktuelle Aufwertung - es stimmt zwar
schon lange nicht mehr, dass keine Spiele für das mit Windows
nicht binärkompatible, kostenlose Betriebssystem existieren,
zuletzt hat hier Doom3 für Aufsehen gesorgt. Und X-Plane
als kleiner Teil verschiedener, portierter Spiele wird hier letztlich
Linux auch gut tun.
Doch kaum dürfte Austin Meyer aus solch altruistischen Motiven
eine Portierung erstellt haben – er verspricht sich handfeste
Vorteile. Denn X-Plane erschließt so einen neuen Markt.
Wer fest auf Linux schwört, musste bisher im Bereich der
Flugsimulation mit der interessanten, aber chronisch unfertigen
Entwickler-Baustelle „FlightGear“ vorlieb nehmen.
Schon aus Begeisterung über die Portierung dürfte Austin
in einigen Linux-Fans neue Kunden finden.
Lesen Sie den kompletten Bericht in der aktuellen Ausgabe von
FlightXpress...
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